Cosplay
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Conventions – nerdig und sehr spaßig!

„Oh, du gehst auf Conventions? Verkleidest du dich dann auch als Mr. Spock aus Star Wars?“ – Ähm, 1. ja, 2. nein. Und leider kann ich in Bezug auf den dritten Teil der Frage keine einzelne Augenbraue hochziehen.

Mittlerweile gibt es ja für fast alles, das Nerd-Herzen (und nicht nur die!) höher schlagen lässt, eine Convention: Science Fiction, Fantasy, Anime … Und dann schießen gerade auch noch zahlreiche Comic Cons unterschiedlicher Veranstalter und Qualität nach amerikanischem Vorbild aus dem Boden. Gemeinsam haben sie aber alle, dass man dort Schauspieler aus seinen Genres bei Vorträgen, Autogrammstunden und Fotosessions treffen kann, Unmengen Merchandise zu haben ist und viele spannende Leute rumlaufen.

Conventions: Stormtroopers

Foto: Unsplash/Saksham Gangwar

Letzteres ist für mich der Hauptgrund, auf Cons zu gehen – ich habe viele wunderbare Nerdfreunde, die dort auch hingehen, zwischendurch gehen wir auch einfach mal Kaffee trinken und quatschen, und man lernt immer nette neue Leute kennen, mit denen man dank ähnlicher Interessen (sonst wäre man ja nicht auf der Con) auch gleich ein gemeinsames Thema hat. Bei den ganz großen Cons ist dieses familiäre Gefühl aber natürlich nicht so ausgeprägt wie bei kleineren, deshalb mag ich die auch wesentlich lieber.
Für Autogramm- und Fotojäger ist so eine Con allerdings ein teurer Spaß, denn ganz billig sind Autogramme und Fotos mit den Stars meistens nicht, irgendwie müssen die zum Teil happigen Gagen ja auch bezahlt werden. So wichtig ist mir das persönlich dann doch nicht, aber ich schaue mir gerne die Panels (Vorträge) von Schauspielern an, die mich interessieren. Es gibt oft Neues von den Dreharbeiten oder Anekdoten, Fragen der Fans werden beantwortet, einige machen auch eine richtige Show draus. Manchmal ist man dann hinterher erst recht Fan von einem Schauspieler … oder halt auch mal so gar nicht mehr, wenn sich z. B. der frühere Teenie-Schwarm als klarer Fall von Erwachsenen-ADHS entpuppt und längst nicht so sympathisch rüberkommt wie seine Serienfigur. Aber es sind halt „nur“ Menschen …
Und dann gibt es auch noch die vielen tollen Kostüme. Manche Fans basteln wochen- und monatelang vor der Con daran, was ich immer total faszinierend und beeindruckend finde. Ich selber bin aber doch eher für die einfache Variante – Jeans und Nerd-Shirt – obwohl … ja, auch ich habe einige Kostüme im Schrank, wenn auch keine wirklich aufwendigen. Einen Con-Dresscode gibt es sowieso nicht, und das ist auch genau richtig so, denn jeder kann genau der sein, der er möchte: man selbst, eine Figur aus einem Film, einer Serie oder einem PC-Spiel oder was auch immer. Wenn’s sein muss auch mit Spock-Ohren.

Dieser Beitrag erschien in der Ausgabe „#4 Freaks & Geeks“ des No Robots Magazines. Lies hier kostenlos das komplette Magazin!

Titelbild: Unsplash/Saksham Gangwar

Stefanie K.

Steffi, *1981, ist ein bekennender Nerd und Kindskopf mit Vorliebe für schräge Gedichte und Wortspiele. Sie ist Mitte dreißig, geht gerne wandern, ist Vegetarierin und liebt die Halloween-Saison. Seit sie als Lektorin arbeitet, kommt sie privat leider viel zu selten zum Lesen.

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