So erstellt der Laie ein eigenes WordPress-Theme
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Ehrliches DIY: Ein eigenes WordPress-Theme erstellen

Nachdem ich letzten Samstag noch geflucht habe, präsentiere ich heute: Tada! No Robots Magazine in neuen Kleidern!

No Robots Magazine mit neuem Design

Ihr erinnert euch vielleicht, dass ich Anfang des Jahres eine Weiterbildung zur Webdesignerin gemacht habe. PHP war allerdings kein Inhalt dessen. Und (leider) basiert die Erstellung von WordPress-Themes vor allem auf PHP. „Was ich nicht kann, kann ich lernen“, dachte ich mir und prügelte mich durch Tutorials. Resultat war ein eigenes Theme, das auf den ersten Blick gut aussah. Auf den zweiten Blick hat es mein komplettes WordPress-System zerstört.
Ich habe mir drei Tage gegeben, in denen ich frustriert geweint und dem Internet den Rücken zugekehrt habe. Aber dann habe ich mich noch einmal dran gesetzt. Und dieses Mal scheint es zu funktionieren! Na ja, das meiste zumindest.
Für alle Programmier-Neulinge, die die gleichen Ambitionen haben, hier ein paar Tipps. Dieses Mal sogar mit „So geht’s“.

Das sollte man tun, wenn man keine Ahnung hat

  • Um ein WordPress-Theme zu erstellen, braucht man halbwegs Ahnung von HTML und CSS und ein grobes Verständnis von PHP. Wobei es bei PHP mit ein bisschen Unterstützung des Internets reicht, wenn man versteht, wo ein Befehl anfängt und wo er aufhört. Was er bedeutet, sagt er einem meistens schon durch seinen Namen.
  • Ein gutes Tutorial zur Einführung in die WordPress-Theme-Struktur gibt es bei Lernenhoch2. Ein WordPress-Theme besteht nämlich bei weitem nicht aus zwei, drei Dateien so wie statische Webseiten. Jedes Element vom Header bis zum Beiträg hat seine eigene Datei. Und das ist ziemlich umfangreich.
  • Und dann heißt es: googlen. Die Lösung für jedes Problem ist irgendwo da draußen … Vorteilhaft ist es, wenn man weiß, was das Problem ist. Dabei ist es natürlich ganz gut, wenn man grob versteht, was man da eigentlich tut.
  • Dabei solltet ihr alles, aber auch wirklich alles, auf einem Localhost testen. Der beliebteste ist vermutlich Xampp. Dort könnt ihr einfach WordPress im Ordner „htdocs“ lokal installieren und euch eine lokale Testseite einrichten, auf der ihr nach Herzenslust rumspielen könnt. Kopiert eure Daten in den Ordner „wp-content/themes“. Alle eure Änderungen könnt ihr euch dann sofort auf eurer Testseite ansehen. Und natürlich könnt ihr auch dort Plugins installieren und Widgets testen, etc.
  • Seid ihr mit allem zufrieden? Dann könnt ihr euer neues Theme auf euer realen Seite live stellen. Viel Glück!

So geht’s nicht

  • Ein Fehler in der Programmierung

    WHY? Auch wenn ihr scheinbar alles richtig macht, funktioniert trotzdem nicht alles. Hilfe findet ihr mit Glück im WordPress-Forum.

    Auch wenn das Tutorial von Lernenhoch2 sehr hilfreich ist: Er habt am Ende kein voll funktionierendes Theme damit. Das Tutorial umfasst nur die wichtigsten Dateien, ein funktionierendes Theme braucht aber mehr. Ansonsten passiert euch vielleicht das, was mir passiert ist: WordPress sperrt euch aus. Übel.

  • Besser: Nehmt das Basis-Theme Underscores als Grundlage und passt es nach euren Design-Vorstellungen an.
  • Dumm, aber nicht ungewöhnlich: Vergesst keine Klammer in eurer style.css. Keine! Denn sonst könntet ihr euch wundern, dass alles mögliche einfach nicht funktionieren will, obwohl ihr es korrekt programmiert habt.
  • Und zu guter letzt: Macht nicht alles kreuz und quer. Am besten legt man eine schön strukturierte style.css mit vernünftigen Kommentaren an. Die Underscores-Styles finde ich persönlich schon sehr unübersichtlich. Versucht wenigstens den für euch relevanten Teil sauber zu halten.

Und so sage ich: Viel Erfolg!

 

Larissa//No Robots Magazine

Larissa ist die Chefin des No Robots Magazines. Sie ist 32 Jahre alt und lebt mit Mann und Kind in München.

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6 Kommentare

  1. Ein eigenes Theme schreiben gehört zu den Dingen, die ich gerne mal machen würde, insofern ist dein Artikel ein schöner Ansporn. Bei mir liegt die Hemmschwelle allerdings noch ziemlich hoch, alldieweil ich noch nicht mal Grundkenntnisse von Html und Css habe und mich bereits jede kleine Themeanpassung Nerven kostet :-).
    Dein neues Theme gefällt mir, einzig würde ich mir ein bisschen mehr Leerraum zwischen den einzelnen Artikeln wünschen, ein bisschen luftiger/übersichtlicher, aber da kann man ganz sicher auch anderer Meinung sein und ich wäre froh, ich wäre schon somweit wie Du 🙂
    Lg, Mecki

    • Ich finde, es ist im Grunde gar nicht so schwer zu lernen (also HTML und CSS zumindest). Aber ich denke, man muss ein Gefühl für solche Sachen haben. Wenn du das hast: Auf, auf!
      Wahrscheinlich hast du recht mit dem Abstand. Ich bin im Moment überhaupt froh, dass es läuft. Wenn ich wieder mehr Nerven habe, kümmere ich mich um die Details. 😉

  2. Schön ist es geworden dein neues Design. Mein Lieblingsmensch ist zum Glück von Beruf Computerheld und ich brauche mich nicht selbst mit PHP rumschlagen. Ohne ihn wäre ich und mein Blog komplett aufgeschmissen.

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