Ehrliches DIY: Filz-Mobile
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Ehrliches DIY: Filz-Mobile

Ich habe mir ja zu Weihnachten aus dem Bauch heraus eine Nähmaschine geschenkt. Aber was soll ich eigentlich nähen? Als erstes Anfängerprojekt habe ich mich für ein Filz-Mobile entschieden (juhu, und damit kann ich auch endlich mal bei „Machen, nicht Pinnen“ mitmachen!). Das ist im Grunde relativ easy, dachte ich. Ein nettes Projekt zum Üben. Trotzdem gibt es natürlich einiges, was man nicht machen sollte, wie ich jetzt weiß. Ich habe nämlich gefühlte zehn Milliarden Fehler gemacht.

Ehrliches DIY: Regenbogen Mobile aus Filz

So geht’s nicht

  • Unbedingt vermeiden sollte man: An der Spulenkapsel rumschrauben, weil man denkt, dass sie kaputt ist, obwohl man eigentlich nur zu doof war, den Faden korrekt einzufädeln. Die gute Nachricht ist: Man kann die Kapseln nachkaufen, wenn man sie kaputt macht. Die schlechte: Die neue Kapsel hat ein Drittel von der ganzen Nähmaschine gekostet.
  • Man muss bei so einem Deko-Teil natürlich nicht ganz so korrekt arbeiten wie bei einem Kleidungsstück. Allerdings sieht man auch jeden noch so kleinen Fehler, weil alle Nähte offen liegen. Wenn ihr blutige Anfänger seid und das Teil verschenken wollt, denkt lieber noch mal drüber nach.
  • Vergessen, die Fäden ordentlich zu vernähen. Echt doof.
  • Die Filzplatten verschieben sich beim Nähen gerne (zumindest ist es mir so ergangen), sodass man nicht überall beide Teile korrekt aneinander näht. Das ist natürlich doof, wenn man sie ausstopfen will. Man sollte also besonders darauf achten. Ich habe höchstens einen einzigen Tropfen in einem Schwung genäht. Dementsprechend scheiße sehen die anderen aus.
  • Zu wenig Filz kaufen. Die Teile für den Bogen verbrauchen fast eine ganze Platte. Kauft also genug. Außerdem habt ihr dann Reserven, falls ihr die Tropfen versaut und noch mal machen müsst.

Und jetzt, wo ich viel schlauer bin, kann ich mich dran wagen, ein richtiges Projekt zu versauen! Juhu!

Larissa//No Robots Magazine

Larissa ist die Chefin des No Robots Magazines. Sie ist 31 Jahre alt und lebt mit Mann und Kind in München.

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5 Kommentare

  1. Eva

    Hihi dein Schreibstil ist einfach der Knaller! Toll, dass du bei unserem Projekt dabei bist. Wir freuen uns sehr sehr. Der Regenbogen (inklusive Tropfen!) sieht klasse aus und ich hoffe, er wird nun gewürdigt. Zeigst du uns die Tasche dann auch?
    Liebste Grüße
    Eva

  2. Erstmal: herzlichen Glückwunsch! Viele Leute wagen sich gar nicht erst an Nähprojekte, wenn sie nicht schon seit ihrer Kindheit mit der Nähmaschine verbandelt sind.

    Das Problem beim Nähen ist die Verknüpfung von Technik und Kreativität. Ist die Technik scheiße, nützt dir die Kreativität nichts. Ist die Kreativität scheiße, nützt dir die Technik nichts.

    Bei der Technik ist es so, dass es gilt: Je einfacher die Maschine, desto genauer muss man sein. Ich habe sehr lange auf einer sehr alten Maschine genäht und habe dann einen teuren neuen Kleinwagen gekauft. Der Unterschied war gigantisch. Trotzdem finde ich, dass man mit den einfachen Maschinen anfangen sollte. Es ist dennoch schwerer, ohne Frage.

    Filz ist nicht einfach zu nähen. Doppelte Lage und so….Manchmal ist es auch geschickter, die Sachen erst nach dem Nähen korrekt zuzuschneiden. Vor allem bei sichtbaren Nähten. Aber das ist dir zwischendurch bestimmt auch schon gekommen….Baumwolle ist viel einfacher. Chapeau.

    Man ist viel kritischer wenn man etwas selbst gemacht hat. Ich finde, dass es nicht schlecht aussieht, was du da genäht hast. Wenn du angefangen hast, die Plüschtiere in Bio-Supermärkten nach ihrer Naht zu beurteilen und siehst, wie oft an deinen Kleidungsstücken etwas weder korrekt genäht noch korrekt vernäht wurde….

    Der einfachste Einstieg ist ein BEUTEL, du hast da schon gleich Kunst gemacht…

    Wir kaufen immer mehr Stoff, als man braucht. Deswegen haben alle Näherinnen irgendwann riesige Stoffvorräte. Denke nicht, deine Wohnung ist dafür zu klein: Keine Wohnung ist zu klein für die Stoffkiste…

    Ich freue mich und applaudiere. Ich habe zwischendurch gedacht, du hast das Dinge eingemottet und nähst erst wieder, wenn irgendeine verrückte Elterninitiativ von dir verlangt, eine Faschingsgirlande zu nähen…

    • Ja, es wäre wohl wirklich einfacher gewesen, es hinterher zu schneiden. Vor allem für meine Nerven. 😉
      Als nächstes ist eine Tasche geplant. Natürlich mit mehreren Stoffen und ohne Anleitung. Sonst wäre es ja zu einfach. 😉 Jetzt habe ich nämlich erst richtig Lust, weiterzumachen.

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