Ehrliches DIY: Tasche nach eigenem Design nähen
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Ehrliches DIY: Tasche nach eigenem Design nähen

Nachdem ich ja neulich mehr oder weniger erfolgreich mein erstes Nähprojekt gemeistert habe, war es nun an der Zeit, etwas zu erschaffen, dass auch das Licht der Öffentlichkeit sehen sollte.

An ein Kleidungsstück habe ich mich noch nicht herangetraut, also entschied ich mich für eine Tasche. Nach welchem Schnittmuster? Meinem eigenen. Ich befolge nicht gerne Anleitungen, sondern mache lieber mein eigenes Ding. Dabei habe ich auch festgestellt, dass mir das Analysieren der einzelnen Vorgänge mehr Spaß macht, als das eigentliche Erschaffen. Am Ende habe ich wohl doch einen mathematischen Geist.
Jedenfalls entschloss ich  mich, eine große Stofftasche zu nähen und dachte mir, dass das ja nicht so schwer sein kann. Und das ist es auch nicht. Im Endeffekt war es ziemlich einfach, und ich habe auch kaum Fehler gemacht. Als Stoff wählte ich für den Boden und die Träger einen gestreiften Stoff von Ikea, der eine wunderbare, feste Qualität hat. Genau richtig für einen stabilen Beutel. Ob ich damit allerdings ein Kleidungsstück machen würde, weiß ich nicht. Der weiße Stoff stammt von idee. creativmarkt, ist allerdings etwas dünn und fusselig. Ich würde ihn in Zukunft eher für Unterstoffe nehmen, aber für die Tasche war er schon okay. Als Innenstoff habe ich einen alten Ikea-Bettbezug recycelt. Dabei hat der Innenstoff sogar zwei kleine Taschen für Handy und Schlüssel bekommen.

Tasche nach eigenem Schnittmuster nähen

So geht’s nicht

Wie schon gesagt: eine Tasche zu nähen ist wirklich einfach. Selbst wenn man ein Anfänger ist und sich das Schnittmuster selbst ausdenkt. Ich habe diesmal nicht mal meine Nähmaschine kaputt gemacht. Da kann man mal sehen.
Hier trotzdem ein paar Punkte, die man beachten sollte:

  • DIY-Tasche von innenMit ein bisschen räumlichen Denkvermögen ist es nicht schwer, für eine einfache Tasche wie diese ein Schnittmuster zu erstellen. Man kann sich allerdings schnell in den Maßen vertun, wenn man sich die Theorie überlegt. Nachdem ich die einzelnen Innen- und Außenelemente fertig hatte, stellte ich doch fest, dass meine Tasche riesig geworden ist. Riesig! War aber nicht so dramatisch. Ich habe einfach jeweils etwa fünfzehn Zentimeter nach innen geschlagen und eingenäht (die solltet ihr aber natürlich nicht noch mal festnähen, denn sonst sieht man ja die Naht von außen – ist ja logisch). So ist die Oberkante jetzt auch noch ein wenig stabiler.
  • Nehmt nicht den dünnen weißen Stoff von idee. creativmarkt, falls es euch stört, wenn der Innenstoff durchscheint.
  • Die Kanten der Träger vernähen, bevor ihr den Stoff auf rechts gedreht habt. Das ist wirklich dumm. (Lässt sich aber zum Glück schnell wieder korrigieren.)
  • Apropos Träger: Einen langen Schlauch aus festem Stoff umzudrehen ist ziemlich mühsam. Nehmt einen Kochlöffel oder ähnliches zur Hilfe, ansonsten dauert es echt ewig.
  • Wie auch beim letzten Mal empfehle ich auch hier: Erwartet keine geraden Nähte, wenn ihr Anfänger seid. Vor allem nicht, wenn man die schmalen Träger festnäht.
  • Passt auf, dass ihr die Nadeln richtig steckt. Sonst piekst ihr euch. (Aua.)

Als nächstes steht nun ein Rock auf dem Plan. Für den Anfang suche ich mir aber diesmal vielleicht doch eine Anleitung. Vielleicht.


Eine kleine Bitte: Es kommt vor, dass der ein oder andere von euch Probleme beim Kommentieren hat. Anscheinend ist das ein Problem beim Provider. Wenn das mal wieder der Fall ist, könntet ihr mir vielleicht eine kurze E-Mail schreiben, mit Datum und Uhrzeit, wann ihr versucht habt, zu kommentieren? Das wäre super nett von euch!

 

Larissa//No Robots Magazine

Larissa ist die Chefin des No Robots Magazines. Sie ist 32 Jahre alt und lebt mit Mann und Kind in München.

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4 Kommentare

  1. Die Tasche sieht wirklich super aus! Meine Mutter hatte mir zu Weihnachten eine ähnliche Tasche geschenkt, hatte dafür auch einen Stoff von Ikea genommen. Muss ich mich vielleicht auch mal als „Einsteigerprojekt“ dran wagen. Ich denke mir auch oft, ich würde so gerne schneidern können, vor allem wenn ich Klamotten sehe, die ich hier in Köln nicht bekomme. Aber die Umsetzung traue ich mir dabei einfach nicht zu. Eines Tages vielleicht…

  2. Großartig! Die Tasche ist echt schön geworden!
    Je nachdem was für einen Rock du nähen möchtest, solltest du dir sogar unbedingt eine Anleitung zu Rate ziehen. Anleitungen haben den Vorteil, dass sich irgendjemand schon damit auseinander gesetzt hat und dir sagen kann wie es geht – und du musst das nicht durch guess and error heraus finden, was sehr frustrierend sein kann (man spricht aus Erfahrung ;-)). Meistens reicht es, wenn man sich die Anleitungen durchliest und sich dann nach eigenem Gutdünken eine Variante zusammenbastelt.

    • Mir macht es aber Spaß, herauszufinden, wie es geht. 😉
      Aber bei manchen Dingen lasse ich mich trotzdem lieber beraten, zumindest wenn meine Vorstellung nur äußerst grob ist. Ich denke, ich gucke mal, was Pinterest mir so an Anleitung und Inspiration bietet.

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