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Ehrliches DIY: Traumfänger für Kinder basteln

Kinder-Albträume

Wir haben seit einiger Zeit einen neuen Mitbewohner. Es ist ein mieser, fieser Albtraum, der das große Kind regelmäßig in den Zeh beißt. Wir konnten ihn noch nicht entdecken, aber er muss furchtbar aussehen. Jedenfalls werden wir seit geraumer Zeit des nachts von einem „Mamiii! Papiii!“ aus dem Schlaf gerissen. (Nicht zu verwechseln mit dem „Ähähäh!“, das uns ebenfalls aus dem Schlaf reißt. Aber das kommt von einem anderen Kind und ist eine andere Geschichte.) Wir hängen an unserem Schlaf. Wir bekommen nie genug davon. Es gab also nur eins zu tun: Der Traum muss weg!
Aber wie, wenn man ihn nicht sieht?
Und so beschloss ich, ihm eine Falle zu stellen. Das Kind und ich zogen los ins Bastelgeschäft unseres Vertrauens und besorgten Baumaterial für: einen Traumfänger!

Wir packten unsere Einkaufstasche und nahmen mit:

  • einen weißen Metallbogen
  • weißes Häkelgarn
  • pastellfarbene Holzkugeln
  • buntes Tape (das wir sowieso immer zu Hause haben)
Traumfänger Material

So geht es nicht:

Einen Traumfänger zu basteln kann doch nicht so schwer sein, dachte ich. Auf Pinterest gibt es dafür unzählige Inspirationsbeispiele und die meisten davon sehen nicht weiter schwierig aus. So werkelte ich munter nach dem Abendessen los, im festen Glauben, das Ding noch schnell bis zur Schlafenszeit des großen Kindes abgewickelt zu haben.
Denkste!
Abgewickelte hatte ich das Ding schnell. Aber vor allem wilde, verwuselte, krumme Garnknoten, die alles andere als schön aussahen. Meine Nerven, mein Optimismus und mein Glaube an mich selbst waren auch ziemlich schnell abgewickelt.
So geht es also nicht:

  1. Einen Metallbogen zu nehmen hat sich ziemlich schnell als Fehler herausgestellt. Metall ist einfach zu rutschig und macht die Sache kniffelig, besonders, wenn man feinmotorisch eher minderbegabt ist. Ein Holzbogen oder noch besser ein Zweig wären einfacher gewesen.
  2. Muster sehen einfach aus, sind es aber nicht, jedenfalls nicht, wenn man bereits die Fehler aus Punkt 1 macht. Ich bin mit dieser Anleitung gestartet, was aber ziemlich schnell zu einem traurigen Knotenhaufen wurde. Also versuchte ich es mit dieser Variante, aber auch das sah ziemlich erbärmlich aus. Schlussendlich entschied ich mich für die Freestyle-Variante. Die wurde dann tatsächlich recht hübsch. Wenn man ignoriert, dass es eigentlich ganz anders geplant war. Und bis ich das fertig hatte, lag das große Kind nicht nur schon im Bett. Es schlief bereits tief und fest. Und das muss was heißen.
  3. Und nicht zuletzt: Vermeidet, dass ein Vierjähriger euch hilft. Wirklich.
DIY Traumfänger

Und da ist sie nun, unsere kleine Albtraumfalle. Ein Traumbiest konnten wir darin noch nicht entdecken. Aber es hat das Kind seither auch nicht mehr so oft in den Zeh gebissen.

Titelbild: Unsplash

Larissa//No Robots Magazine
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