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Ein Stöckchen und das Bloggen

Mir wurde ein Stöckchen zugeworfen! Darum erzähle ich euch heute mal, warum ich blogge und wie ich mir meine Internet-Zukunft vorstelle.

Ein Stöckchen und das BloggenKennt ihr noch diese Freundschaftsbücher, die früher so modern waren? Nein, ich meine nicht die hübschen, die man kaufen kann. Ich meine die selbst gemachten mit gefühlten 500.000 Fragen. Die habe ich geliebt. Ehrlich gesagt habe ich meine eigenen Bücher selbst ungefähr alle zwei Wochen ausgefüllt. Und weil ich wohl unverbesserlich extrovertiert bin, freue ich mich tierisch über alle möglichen Blogger-Spiele. Wie Stöckchen. Dieses wurde mir von Fadenvogel zugeworfen, und meine Freundin Literaturschaf-Steffi hat’s auch schon ausgefüllt (lustig übrigens, dass beide es vom gleichen Blog bekommen haben! :)).

Warum bloggt ihr?

In erster Linie blogge ich natürlich, weil ich wahnsinnig gerne schreibe. Mein Kopf ist so voller Gedanken – die muss ich einfach irgendwo loswerden (unverbesserlich extrovertiert wie ich bin). Aber da ich Redakteurin bin, ist meine Seite für mich mehr als nur ein Hobby. Es ist sozusagen auch meine Visitenkarte und eine Arbeitsreferenz. Vielleicht kommt ja jemand vorbei, der mit mir zusammenarbeiten möchte?

Gibt es einem Anlass, der zu eurem erstem Blogpost geführt hat, eine Geschichte, die ihr mit ihm verbindet?

Ich denke, da trafen zwei günstige Dinge aufeinander: Ich habe Literaturschaf-Steffi kennengelernt und war neidisch auf ihren Blog. Und ich habe beruflich angefangen, mit WordPress zu arbeiten. So kam ich erstmal zu meinem alten Blog colin. the happy robot. Diesen Frühling brannte dann allerdings der Wunsch nach Veränderung in mir. Also wurde Tabularasa gemacht und das No Robots Magazine entstand. Das war eine gute Entscheidung, weil ich jetzt viel mehr Ahnung habe und das Ganze von Anfang an viel ordentlicher vorantreiben konnte als damals.

Gebt ihr eure Texte vor der Veröffentlichung noch jemandem zu lesen?

Nein, eigentlich nicht. Man könnte mich wohl einen „Speed-Writer“ nennen. Was steht, das steht. Ich korrigiere höchstens noch ein paar Rechtschreibfehler, aber ich editiere nicht sehr viel an meinen Texten.

Wie sieht das Zusammenspiel zwischen eurem Blog und euren Aktivitäten in den sozialen Netzwerken aus?

Ich liebe das Web 2.0! Wie konnten wir nur jemals ohne es leben? Das No Robots Magazine ist natürlich auf Facebook. Ich nutze auch Twitter, Instagram und Pinterest. Allerdings finde ich es ziemlich anstrengend, alle Accounts gebührend zu pflegen, weswegen gerade Twitter und Instagram eher stiefmütterlich behandelt werden. Pinterest nutze ich vor allem als Erheiterung für mich selbst. Ganz wichtig ist mir auch Bloglovin. Ich folge nur Blogs, mit einem Bloglovin-Feed. Anders schaffe ich es einfach nicht, die Übersicht zu behalten.

Habt ihr einen festen Kreis an Leserinnen und Lesern und kennt diese?

Ich weiß, dass es einige Leserinnen (wo sind eigentlich all die Männer?) gibt, die regelmäßig vorbeikommen, weil sie so nett sind und mir Kommentare dalassen. Und darüber freue ich mich sehr! Wer regelmäßig kommentiert, der bleibt mir auch im Gedächtnis und mit dem entsteht dann auch oft ein reger Austausch. Und vielleicht gibt es ja auch jede Menge „Geisterleser“? Wer weiß?

Gibt es ein Thema oder ein Anliegen, das euch besonders am Herzen liegt und das ihr mit eurem Blog verfolgt?

Mit meinem Blog verfolge ich grundsätzlich kein besonderes Thema. Er ist ja als Magazin gedacht und alles darf und soll darin einen Platz finden. Mir persönlich liegen die Themen Umwelt- und Tierschutz besonders am Herzen. Und darüber werde ich bei gegebenem Anlass auch immer wieder berichten.

Wo schreibt ihr eure Texte? Im Büro, zu Hause, am Schreibtisch, auf dem Sofa, im Café …?

Meine Texte schreibe ich erstmal im Kopf. Sprich: immer und überall. Wenn mir eine Idee kommt oder ich das Kino verlasse oder die letzte Seite eines Buchs beende, dann rattert automatisch die Schreibmaschine in meinem Hirn los. Dann muss ich nur noch darauf warten, wann ich das nächste Mal mein Handy oder eine Tastatur unter den Fingern habe und schon wird’s aufgeschrieben. Das ist meistens in der U-Bahn oder in der Mittagspause. Ich versuche mittlerweile aber auch, mir am Wochenende einen ordentlichen Plan für die kommende Woche zu machen und Texte vorzubereiten.

Wie vernetzt ihr euch mit anderen Bloggerinnen und Bloggern?

Wie schon gesagt, das wichtigste Medium ist für mich Bloglovin. Ich folge mittlerweile 258 Blogs (die aber nicht mehr alle aktiv sind). Am Anfang hat mich das ein wenig überfordert, weil ich mir nicht merken konnte, wer was geschrieben hat. Mit der Zeit stechen einem dann aber doch so manche Seiten ins Auge und mittlerweile achte ich auf manche Blogs besonders. Es ist toll, wenn so ein Austausch entsteht. Ich freue mich über jeden, der wiederkommt. Und ich freue mich, wenn ich merke, dass andere Blogger mich wiedererkennen. Und falls ihr noch Blogs kennt, die ich auch unbedingt kennen sollte: Immer her damit! (Vorrausgesetzt, sie sind auf Bloglovin.)

Was war das aufregendste Ereignis, das ihr mit eurem Blog verbindet?

Ganz klar das Interview bei M i Ma. Das war super aufregend! Ich war völlig von den Socken, als Indre mich gefragt hat. Ich bin auch total glücklich, dass Heimatpirat zu einer Verlosung (> klick) zugestimmt hat. Ansonsten – oje, ich wiederhole mich – ist jeder neue Leser ein tolles Erlebnis.

Was war euer Medium, bevor ihr anfingt zu bloggen? Das persönliche Gespräch, das Tagebuch, der Leserbrief, die Demo, Artikel in Zeitungen und Zeitschriften?

Über allem steht immer das persönliche Gespräch. Ich liebe anregende Diskussionen! Leider kommen die aber viel zu selten zustande – und es werden immer weniger, je weiter man sich von der Uni entfernt. Deswegen  müssen meine Gedanken ja auch aus dem Kopf und rein ins Internet. Ansonsten waren und sind es immer noch Filme, Bücher, Zeitschriften, Magazine, Online-Zeitungen meine Medien – alles, was das Hirn fordert.

Meint ihr, dass es euren Blog auch noch in 5 Jahren geben wird? Und wenn nicht, was sonst?

Das hoffe ich doch! Ich wünsche mir, dass das No Robots Magazine wächst und gedeiht und mich damit auch beruflich weiterbringt. Es macht mir so viel Spaß, das möchte ich nicht missen. Im Gegenteil – das kann ruhig weiter ausgebaut werden!

Nun ist es Zeit, das Stöckchen weiter zu werfen. Oje, oje, so viele tolle Leute, und ich werde auf jeden Fall zu viele vergessen!  Also, ganz schnell … die ersten zwei Namen, die mir einfallen … ich gebe das Stöckchen an Mecki von fein & raum und an Thea von Adventures of a MuniCorn weiter!

Larissa//No Robots Magazine

Larissa ist die Chefin des No Robots Magazines. Sie ist 31 Jahre alt und lebt mit Mann und Kind in München.

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10 Kommentare

    • Hallo Katharina,
      auf der einen Seite ist es natürlich gut, wenn man viel Übung hat und oft schreibt. Und ich würde auch gerne in Zukunft den ein oder anderen freiberuflichen Auftrag machen. Wäre natürlich super, wenn ein Auftraggeber auf mich aufmerksam werden würde. 🙂
      Liebe Grüße
      Larissa

  1. Yeah, cool, da ist das Stöckchen.

    Super spannend, das mit der Schreibmaschine im Kopf, das kenne ich auch.

    Was ich witzig finde, ist, dass du deinen Blog mehr als ein Hobby (Thema Visitenkarte als Redakteurin) aber eben nicht als ein Supermarkt (Thema Cash verdienen mit dem Bloggen {finde ich ätzend}) siehst. Das Magazin-Thema finde ich an No Robots gerade spannend. Es gelingt dir gut.

    • Danke 🙂
      Na ja, sagen wir mal so: Ich hätte nichts dagegen, den Blog hauptberuflich zu machen. Aber darauf wird ja eh nichts, gell? Ich hätte schon kein Problem damit, wenn ich damit auch Geld verdienen könnte (zum Beispiel um die laufenden Kosten zu decken). Aber ich möchte mich nicht verkaufen.

  2. Hallo Larissa,
    Auch ich bin eine deiner „Geisterleserinnen“. Oft entlocken mir deine Posts ein spontanes „Hou ja!“ Und genauso oft möchte ich einen Kommentar hinterlassen. Gerade weil deine Themen oft richtig kitzeln, möchte ich mir aber dafür die richtige Zeit nehmen. Und die ist hier im Moment äusserst knapp. Deshalb hier in aller Kürze fürs Erste ganz pauschal: Danke für deinen vielseitigen Posts, welche freuen, nachdenklich stimmen und oft lange nachhallen.
    Herzlich, Martina

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