Ein Wochenende in Salzburg
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Ein Wochenende in Salzburg

Wenn man in Bayern wohnt und nur Zeit für einen kleinen Wochenendurlaub hat, aber trotzdem ins Ausland will, dann lohnt sich immer ein Sprung über die Grenze nach Österreich. So haben wir das Oster-Wochenende genutzt und sind mal eben schnell mit dem Bayern-Ticket nach Salzburg gefahren.

Salzburg ist eine hübsche kleine Altstadt direkt hinter der Grenze, die sich leicht bizarr an eine Bergwand schmiegt, durchzogen von der Salzlach, überragt von der Festung Hohensalzburg. Salzburg ist die Geburtsstadt von Mozart und ein Touristenmagnet, vor allem für asiatische Gruppen und vermutlich vor allem am Oster-Wochenende.

Salzburg

Unternehmen

Bei gutem Wetter. Bei schönem Wetter könnte man natürlich durch die hübsche Altstadt schlendern. Wir haben davon allerdings Abstand genommen. Vor allem wegen der Massen an Touristen. Und weil wir kaum gutes Wetter hatten.
Stattdessen empfehle ich einen Besuch der verschiedenen Berge, die Salzburg umgeben. Im Osten der Stadt, gegenüber der Altstadt auf der anderen Seite der Salzlach, liegt der Kapuzinerberg. Wenn man gut zu Fuß ist, kann man eine kleine Wanderung hinauf machen und von dort runter auf die Stadt oder rüber zur Festung blicken. Wir lieben solche Wanderungen!
Und natürlich lohnt sich auch der Mönchsberg gegenüber. Auch dort kann man hinauf wandern oder alternativ mit der Bergbahn (nicht geeignet für Klaustrophobiker) oder dem Aufzug hinauffahren. Oben liegt die Festung Hohensalzburg, Eintritt ist in der Fahrkarte der Bergbahn mit inbegriffen (oder andersrum). Das Burgmuseum ist etwas verwirrend, aber recht interessant. Und natürlich hat man vom Turm aus wieder einen herrlichen Ausblick auf die Stadt und die Alpen. Anschließend kann man einen schönen Spaziergang über den Mönchsberg machen. Wenn man wieder runter möchte, muss man allerdings etwas suchen: Schnell geht es mit dem Aufzug am Museum der Moderne. Der kostet allerdings Geld. Ansonsten kann man entweder zurück zur Festung gehen und dort den Weg nach unten nehmen oder bis zum Ende des Berges durchlaufen, erst dort gibt es wieder einen Weg in die Altstadt.

Bei schlechtem Wetter. In Salzburg gibt es zahlreiche Museen, wie das oben genannte Museum der Moderne, Mozarts Häuser, ein Spielzeugmuseum und und und. Viel zu viel für ein Wochenende. Wir haben uns daher auf das Haus der Natur beschränkt, das sich mal eben gar nicht beschränkt, sondern prinzipiell alles behandelt, was irgendwie mit Natur zu tun hat: von den Dinosauriern über Tiere in Afrika bis zur menschlichen Anatomie und der Raumfahrt. Zusätzlich gibt es noch einen Reptilienzoo und ein Aquarium. Die Museumspädagogik ist zwar zuweilen etwas veraltet, aber dennoch bietet das Haus der Natur einiges an Faszination. Unbedingt ansehen!

Salzburg

Einkehren

In Sachen Abendessen hatten wir in Salzburg eher Pech. Wir versuchen im Urlaub immer ein wenig die landestypische Küche zu testen, auch wenn sich diese in Österreich nicht wahnsinnig groß von der bayerischen unterscheidet. Leider sind die traditionellen Lokale aber oft recht teuer und total überlaufen. So kann es passieren, dass man gleich nach dem Essen schon wieder gebeten wird, den Platz für die nächsten Gäste freizugeben. Wir waren im Gasthof Alter Fuchs in der Linzer Gasse – prinzipiell nett, aber voll und stressig -, und im Gasthaus Zum fidelen Affen in der Priesterhausgasse – ebenfalls voll und stressig; zwar recht lecker, aber die vegetarische Portion macht kaum satt und ist recht teuer. Wir können also beide Lokale nicht uneingeschränkt empfehlen. Das von Tripadvisor empfohlene Lokal Zwettler in der Kaigasse haben wir gar nicht erst betreten, weil es laut Karte an der Tür kein einziges vegetarisches Gericht anbietet. Spart euch also den Weg dorthin. Am letzten Abend waren wir dann in der Linzer Gasse einfach nur Pizza essen. Das war wesentlich entspannter.
Mehr Glück hatten wir mit Frühstück, Kaffee und Kuchen. Sehr lecker aryuvedisch frühstücken kann man im Café Heart of Joy in der Franz-Josef Straße, direkt um die Ecke vom Mirabellplatz. Aryuvedisch bedeutet: große vegane und damit nicht nur vegetarische sondern auch laktosefreie Auswahl. Es gibt auch vegane (und damit laktosefreie!) Torten, die ich leider leider nicht mehr probieren konnte. Nur ein paar Häuser weiter gibt es das Café Fingerlos, das ein wenig traditioneller ist, dafür aber tolle Kuchen und Törtchen (weniger laktosefreie Auswahl, aber trotzdem gut) bietet und noch dazu laktosefreien und koffeinfreien Kaffee in allen Variationen. Schwierige Esser wie mich werden dort also sehr glücklich.
Gemütlicher und traditioneller ist das kleine Café am Kai direkt an der Salzlach in der Müllner Hauptstraße, das gerade erst neu eröffnet hat. Dort gibt es allerdings keine laktosefreie Milch und dabei hatte ich mich so auf einen Kaffee gefreut. Dafür war der Apfelstrudel sehr lecker.

Wart ihr schon mal in Salzburg? Haben wir etwas Wichtiges verpasst, das wir beim nächsten Mal auf jeden Fall ausprobieren sollten?

Larissa//No Robots Magazine

Larissa ist die Chefin des No Robots Magazines. Sie ist 32 Jahre alt und lebt mit Mann und Kind in München.

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1 Kommentar

  1. Salzburg ist wunderschön! Ich war letztes Jahr allein schon 2 mal da. Das Schöne ist ja, dass man von München aus ja in 2 Stunden in Salzburg ist, also auch super für nen Tagesausflug im Frühsommer, um das nachzuholen, was ihr wegen des Wetters nicht geschafft habt

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