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Gesellschaftsspiele – eine große Sammelliebe

Ich weiß gar nicht, wie es anfing. Aber plötzlich war sie da: Eine große Sammelliebe für Gesellschaftsspiele.

Ein, zwei Gesellschaftsspiele hat vermutlich fast jeder zu Hause: Vielleicht eine Spielesammlung, ein Kartenspiel und möglicherweise „Die Siedler von Catan“? Viel anders sah es bei uns vor acht Jahren auch noch nicht aus.
Spiele sind ja auch ein netter Zeitvertreib. Sonntags, wenn es regnet. Oder wenn Freunde zu Besuch sind. Aber die alten Spiele wurden irgendwann langweilig. Und dann musste ein neues her. Und noch eins. Und noch eins. Und irgendwann wurde daraus wirlich eine richtige Spielesammlung. Und die im Titelbild sind wirklich nur die, die in den „Spiele-Schrank“ passten …
Seid ihr auf der Suche nach neuen Gesellschaftsspielen für eure Sammlung? Dann stelle ich euch heute mal meine Top 5 vor.

Platz 5: Cluedo

Cluedo Eine große Sammelliebe: Gesellschaftsspiele

So geht’s: Cluedo* – der Klassiker. In diesem Spiel, das bereits 1943/44 erfunden wurde, ist ein Mord in einem Herrenhaus verübt worden. Ihr müsst nun raten, kombinieren und die richtigen Fragen stellen: Wer ist der Mörder? Was ist die Tatwaffe? Und in welchem Zimmer wurde der arme Dr. Schwarz ums Leben gekommen? Endlich dürft ihr mal in eurem Wohnzimmer Sherlock Holmes spielen! Einziges Manko: Man braucht mindestens drei Spieler. Das ist wohl auch der Grund, warum ich diesen Spiel schon eeeeewig nicht mehr spielen durfte. (Oh, und besonders schön: Es gibt es sogar als Sherlock-Edition*! Haben will!)
Spieler: 3-6
Alter: 8+
Spiellänge: 45-60 Minuten

Platz 4: Lost Cities

Lost Cities Eine große Sammelliebe: Gesellschaftsspiele

So geht’s: Wir spielen ja nun meistens zu zweit. Zum Beispiel im Urlaub. Dumm ist nur, dass viele viele Spiele sich erst zu dritt wirklich lohnen. Nicht so Lost Cities*! Das gehört zu der „Spiele für 2“-Reihe von Kosmos und das finden wir wirklich super. Wir spielen Lost Cities super gerne. Zum Beispiel im Urlaub, weil es so schön handlich ist. In diesem Kartenspiel ist man ein Forscher, der Expeditionen plant: in die  Wüste, ins Meer, ins Eis, in den Dschungel oder zum Mittelpunkt der Erde. Leider sind Expeditionen aber teuer, deswegen muss man genug Punkte sammeln, damit es sich auch lohnt. Das Spielprinzip ist einfach: Ihr startet eine Expedition und legt dort eure Karten ab, von niedriger bis hoher Punktzahl. Allerdings gibt es jede Zahl nur einmal. Und wenn ihr es nicht schafft, mindestens 20 Punkte pro Expedition zusammenzubekommen, macht ihr Minuspunkte. Man muss also ein bisschen strategisch denken.
Spieler: 2
Alter: 10+
Spiellänge: 20-40 Minuten

Platz 3: Anno Domini

anno domini Eine große Sammelliebe: Gesellschaftsspiele

So geht’s: Ein kleines aber feines Spiel für (Hobby-)Historiker: Anno Domini. Das ist ein Kartenspiel, das es in vielen unterschiedlichen Editionen gibt – wir haben zum Beispiel „Deutschland“* und „Europa“*, aber es gibt auch „Sex and Crime“* oder „Sport“* oder oder oder. Das Spielprinzip ist einfach: Jeder Spieler hat Karten auf der Hand und muss bei jeder Karte entscheiden, ob das darauf beschriebene Ereignis vor oder nach der Anfangskarte stattfand, oder irgendwo in der Mitte der bereits gelegten Karten. Dabei sollte man sich wenigstens ein bisschen in Geschichte auskennen … oder einfach nur gut raten können. Wer weiß, was mit „Ein Geist geht um in Europa“ gemeint ist? Ich kann nur Theorien aufstellen. Ist ein Spieler der Meinung, sein Vorgänger hätte Mist gebaut, zweifelt er die „Timeline“ an. Hat er recht, muss der letzte Spieler Karten für seinen Fehler ziehen. Stimmt die zeitlichen Reihenfolge (die Daten stehen auf der Rückseite), muss der Zweifler ziehen. Wer als Erster alle Karten los ist, gewinnt.
Spieler: 2-8
Alter: 10+
Spiellänge: 30 Minuten

Platz 2: Zug um Zug

Zug um Zug Eine große Sammelliebe: Gesellschaftsspiele

So geht’s: Tuut-tuuuuut! Mit Zug um Zug* werdet ihr zu Lokführern! Na gut, genau genommen eher zur Verkehrsgesellschaft. Eure Aufgabe ist es, das Bahnnetz in Europa auszubauen. Ihr bekommt verschiedene Strecken zugewiesen, die ihr so schnell wie möglich kaufen müsst. Aber vorsicht! Die Konkurrenz schläft nicht und will möglicherweise in die gleiche Richtung … Oh, ich liebe Gesellschaftsspiele, wo man sich so richtig schön gegenseitig ärgern kann!
Spieler: 2-5
Alter: 8+
Spiellänge: 30-60 Minuten

Platz 1: Dominion

Dominion Eine große Sammelliebe: Gesellschaftsspiele

So geht’s: So einfach und doch so genial: Dominion* ist jetzt schon seit bestimmt fünf Jahren unser absolutes Lieblingsspiel! Kaum zu glauben, dass wir es trotzdem nie geschafft haben, uns mal eine Erweiterung zu besorgen! In der Theorie geht es darum, euch ein Territorium aufzubauen. Praktisch ist Dominion aber nur ein Kartenspiel, bei dem man Geld gewinnen und damit Siegespunkte kaufen muss. In jeder Runde hat jeder Spieler genau fünf Karten auf der Hand, er hat eine Aktion und einen Kauf zu Verfügung. Hat er Geld, kann er sich neue Karten kaufen, die in seinem Nachziehstapel landen. Jede Karte kann etwas anderes: entweder, sie sind reine Punkte- oder Geldkarten, oder sie können euch einen Vorteil verschaffen oder den Mitspieler ärgern. Das Beste ist: Jede Runde ist anders! In jedem Spiel zieht man aus allen verfügbaren Karten zehn heraus, sodass einem immer andere Aktionen zur Verfügung stehen und man immer eine andere Strategie ausarbeiten muss. Damit wird selbst das Basisspiel nie langweilig.
Spieler: 2-4
Alter: 8+
Spiellänge: 30 Minuten

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Larissa//No Robots Magazine

Larissa ist die Chefin des No Robots Magazines. Sie ist 31 Jahre alt und lebt mit Mann und Kind in München.

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9 Kommentare

  1. Obwohl ich bei „Ein Gespenst geht um in Europa“ sofort Bescheid wusste (danke, Geschichts-LK!), spiele ich nicht sooo gern Anno Domini – na gut, es kommt auf die Runde an. Ich habe nämlich immer Angst, mich zu blamieren. Wobei ich eigentlich total gerne Wissensspiele spiele. Trivial Pursuit ist einer meiner persönlichen All-Time-Favourites!

    Der Post ist eine super Idee, vielleicht stelle ich auch mal unsere Spiele-Favoriten vor! Wir spielen nämlich supergern und haben monatlich einen Spieleabend mit einem befreundeten Pärchen. Einmal im Jahr sind wir auf einem Spiele-Wochenende, bei dem von früh bis spät Spiele gespielt werden (eigentlich mit Fremden, aber da wir schon seit bestimmt 5 Jahren dabei sind, kennen sich die Stammspieler so langsam, selbst wenn man sich nur einmal jährlich sieht). Leider ist der Held kein Fan vom zu zweit spielen, ich weiß selbst nicht genau warum. Vielleicht haben wir nur noch nicht das richtige Spiel gefunden?

    Viele liebe Grüße
    Nele

    • Ich würde mich allgemein als halbwegs gebildet betrachten. Aber ich muss nicht unbedingt die Einleitungen von Schriften kennen, mit denen ich mich noch nicht auseinandergesetzt habe. Und man muss sich auch nicht mit jeder wichtigen Schrift auseinandersetzen. Man kann nicht alles wissen.

  2. Ani

    Wir sind auch Spiele-süchtig 😀 Wir machen eigentlich regelmäßig Spieleabende mit Freunden. Dominion und Cluedo sind auch oft dabei. Wir spielen außerdem auch gerne Kartenspiele: Bohnanza, Wizzard, und natürlich: Blackstories. 🙂

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