Erster Geburtstag No Robots Magazine
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Geburtstags-Blogparade: Soundtrack of my Life

Woohoo! Heute wird das No Robots Magazine schon ein Jahr alt! Auf der einen Seite kann ich kaum fassen, wie schnell die Zeit vergangen ist, auf der anderen Seite kommt es mir vor, als wäre es schon ewig da. So viele nette Menschen habe ich seither kennengelernt, die mir so viele nette Kommentare dagelassen haben. Danke, danke, danke!
Und zum Geburtstag gibt’s heute eine entspannte kleine neue Blogparade: Sagt mir, welche Musik euch in eurem Leben begleitet hat! Das wünsche ich mir von euch. 🙂 Aber ihr habt natürlich länger Zeit als nur heute!

Und natürlich gehe ich mit gutem Beispiel voran. Der Soundtrack meines Lebens. Here it comes.

Erster Geburtstag No Robots Magazine

Kelly Family

Ich hasse Kindermusik. Schon als Kind habe ich Kindermusik gehasst. Das ist vermutlich der Grund, warum ich behauptet habe, dass ich nie nie nie Musik hören würde. Nur für die Dire Straits und „Go West“ von den Pet Shop Boys konnte ich mich erwärmen.
Dann kam allerdings die Pubertät. Und als neu-pubertierendes Mädchen Mitte der Neunziger musste man sich entscheiden: Boygroups oder die Kelly Family. Ich entschied mich für letztere als meine erste Liebe. Ich war schon immer ein Öko-Hippie.

The Bates

Glücklicherweise ebnete aber zeitgleich schon eine andere Band den Weg in ein besseres Leben. 1995, damals zehn Jahre alt, konnte ich es gar nicht erwarten, dass Viva „Billie Jean“ von den Bates spielt. Als ich die Kelly-Family-Phase dann kurz darauf endgültig überwunden hatte, wurden The Bates für lange Zeit meine richtig große Jugend-Liebe. 1999 schaffte ich es noch auf eines der letzten Konzerte (danke, Mama!), bevor die Band sich ein paar Monate später auflöste … und Sänger Zimbl dann irgendwann seiner Drogensucht erlag.

Metallica

Meine Jugend verbrachte ich in Punk- und Metal-Kreisen. So richtig konnte ich mich allerdings für beides nicht erwärmen. The Bates waren wohl niemals eine richtige Punk-Band. Und das „Wir sind so richtig böse böse böse“-Gehabe der Metal-Welt fand ich albern. Als alter Öko-Hippie waren aus der ganzen Metal-Welt am Ende wohl die Country-Lieder von Metallica meine Favoriten. Ich Weichei. Immerhin konnte man „Mama Said“ ganz wunderbar auf der Gitarre üben.

White Stripes

Ja, ich weiß, ich weiß, „Seven Nation Army“ ist sowas von abgedroschen. Das war es aber noch nicht, als ich es das erste Mal gehört habe. Und ich weiß noch ganz genau, wie das war: Ich saß mit meiner Mama im Auto, und wir fuhren gerade auf der Hauptstraße Richtung Nachbardorf, als dieser Song im Radio lief. (Auf Einslive. Immer noch der allerbeste Radio-Sender. Bitte erweitert eurer Sendegebiet nach Bayern.) Ich war überwältigt. So schlicht und doch so cool. Ich hatte den Indie-Rock entdeckt. Das, was mir in der Punk- und Metal-Welt immer gefehlt hatte.

The Hives

Kurz darauf schickte mir eine  Jugendfreundin ein Mix-Tape, und ich machte die nächste bahnbrechende Indie-Entdeckung: Schweden-Pop. The Hives. Wieder war es schlicht, aber es haute rein, ohne böse böse böse zu sein. Und dann noch dieser schlacksige Sänger mit den großen blauen Augen und den wunderbaren Augenbrauen. Ich war verliebt. Dass ich den ERASMUS-Platz in England nicht bekommen habe, war dann auch gar nicht mehr so schlimm. Schweden, ich komme!

Refused

Apropos Schweden. Ihr sollt jetzt nicht denken, dass ich jetzt nur noch Mädchen-Indie gehört habe. Der größte Party-Hit meiner Studienzeit war ein Lied, das ich mich genau genommen schon mit dreizehn begeistert hat: „New Noise“ von Refused. Um das hören zu können, musste man samstags tanzen gehen. Nicht freitags. Freitags war für Mädchen. Mann, es gab nichts besseres.

Kaizers Orchestra

2006 verbrachte ich mein Auslandssemester in Schweden. Und verfiel dort endlich voll und ganz meiner ganz großen musikalischen Liebe: Kaizers Orchestra – aus Norwegen, nicht aus Schweden. Ich kannte sie schon vorher, aber der Kaizervirus hat mich bei meinem ersten Konzert in Göteborg erst so richtig gepackt. Mehr über diese große Liebe könnt ihr hier erfahren.

Mad Caddies

Eine Woche bevor ich nach Schweden fuhr, bin ich mit meinem Mann zusammengekommen. Auf die lange Fahrt in den Norden gab er mir ein Mix-Tape mit. Unter anderen mit „Drinking for 11“ von den Mad Caddies. Die waren dann auch wiederum eine der ersten Bands, die wir zusammen live gesehen haben. Was für ein Konzert!

Gogol Bordello

Kaizers Orchestra liegen zur Zeit auf Eis. Und es gab schon mal eine Zeit, in der sie länger kein reguläres Album veröffentlichten (genau genommen erschien in der Zeit die Raritäten-Sammlung „Våre demoner„, aber die war damals in Deutschland nicht zu bekommen). Zum Glück schaute ich mir damals im Uni-Kino Alles ist erleuchtet an, der einfach einen genialen Soundtrack hat. Und zum Glück waren wir 2009 auf dem Hurricane Festival. Und zum Glück guckten wir uns Gogol Bordello an. So entdeckte ich den Ostblock-Punk für mich. Groß, groß, groß! Absolut würdig, mich für eine Weile sehr zu begeistern. (Wer solche Musik mag, sollte sich auch unbedingt mal Leningrad (Ленингра́д) anhören.)

Uncle Deadly

2011 kamen Kaizers Orchestra dann endlich mit ihrer „Violetta Violetta“-Trilogie zurück, und ich besuchte mein drittes Konzert. Von da an gab es für mich lange Zeit nichts anderes. Zum Glück besteht das Kaizers-Universum nicht nur aus einer Band, sondern aus einigen Seitenprojekten. Zum Beispiel das Projekt Uncle Deadly von Gitarrist Geir Zahl …

Skambankt

… oder Skambankt, die Band von Gitarrist Terje Winterstø Røthing. Im Herbst 2011 durfte ich auch geschäftlich nach Norwegen. Schweden, wo war noch mal Schweden? (Es gibt noch mehr Seitenprojekte. Sehr lohnenswert ist zum Beispiel auch das Solo-Album von Sänger Janove Ottesen.)

Frank Turner

Und heute? Spiele ich immer noch die gleichen Bands rauf und runter: Kaizers Orchestra, Portugal. the man, Port O’Brien, Queens of the Stone Age. Ich bin nicht so ein Musik-Kenner, wie manche denken. Ganz klar auf der Nummer Zwei der meistgespielten Künstler steht bei mir aktuell Frank Turner. Der macht nicht nur tolle Musik. Er ist auch noch so süß und sympathisch, dass ich immer lächeln muss, wenn ich ihn sehe.

 

So. Das war mein bisheriges musikalisches Leben. Wie sieht eures aus? Ich freue mich auf eure Beiträge!

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Larissa//No Robots Magazine

Larissa ist die Chefin des No Robots Magazines. Sie ist 31 Jahre alt und lebt mit Mann und Kind in München.

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3 Kommentare

  1. Oh, ganz große klasse! Ich gratuliere! 🙂 Und wunderbare Musikauswahl. Metallica, The Hives, White Stripes, … ganz großes Kino! Das ist ne super Aktion. Vielleicht gefällt dir dann ja auch mein Musikprojekt. Da geht es irgendwie um das gleiche, nur gibt es jeden Monat ein anderes Thema zur Musik!

    So aus dem Stehgreif würde ich übrigens sagen. Die Musik, die mich bisher am meisten begleitet hat.. die war von…

    Queen!

    Die waren einfach immer dabei. In guten Zeiten, in dramatischen. In meiner schweren Teenager Phase und als ich ein kleines Mädchen war, das einfach partoux kein Ballett tanzen wollte 🙂

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