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Gelesen: Gone Girl von Gillian Flynn

Ich bin weder ein Fan von Krimis noch verleiten mich Bestseller unbedingt zum Lesen. Im Gegenteil. Mörderische Blutgeschichten gruseln mich zu sehr und etwas, das alle gut finden, ist leider oft genug nicht wirklich gut.

Gone Girl von Gillian Flynn

Woran merkt man, dass du gerade einen total angesagten Bestseller liest? In der Bahn sitzt jemand neben dir, der das gleiche Buch in den Händen hält. Der absolute Hype zur Zeit: „Gone Girl“* von Gillian Flynn.

Da stand aber nun dieses berühmte „Gone Girl“* von Gillian Flynn im Bücherregal meiner Schwiegereltern. Ich unterzog es einer kleinen Leseprobe und war angetan. Vielleicht ein Hype, der sich lohnt?

Der klassische Roman legt verlangt zwei Grundvoraussetzungen vom Leser: Er soll dem Erzähler alles glauben, was er berichtet. Alles ist real. Alles ist die Wahrheit. Und zweitens: Der Protagonist ist der Gute.
Aber stimmt das wirklich immer? Ist der Protagonist der Gute? Und sagt er die Wahrheit?
Nick Dunne scheint eigentlich ein netter Kerl zu sein. Klar, er hat seine Macken, aber wer hat die nicht? Ist doch eigentlich auch ganz sympathisch. Doch ausgerechnet an ihrem fünften Hochzeitstag verschwindet seine wunderschöne, perfekte Frau Amy. Alles deutet auf ein Gewaltverbrechen, vielleicht sogar einen Mord hin. Und ihr wisst ja, wie das ist … der Hauptverdächtige ist in der der Regel der Ehemann …
Nein, normalerweise mag ich keine Krimis. Ich mag keine Leichen und blutige Schauplätze. Aber hier gibt es kein Blut. Und auch keine Leiche. Dafür jede Menge Rätsel. Was ist echt? Was ist gelogen? Und wo liegt die Wahrheit? „Gone Girl“ lässt einen grübeln. Schnell hat meine seine erste Theorie aufgestellt. Und man muss weiterlesen. Hab ich recht? Hab ich recht? Sag schon, bist du es gewesen?
Ich lag mit meiner Theorie am Ende gar nicht so daneben. Aber dann ist die Geschichte doch viel mehr psycho, als ich es mir hätte ausmalen können.
Aber das könnt ihr schön selbst herausfinden.
Von mir bekommt „Gone Girl“ einen dicken Aufdruck „lesenswert“. Es hat zwar zwischendurch ein paar Durststrecken, die andererseits dazu dienen, die Ereignisse nicht allzu sehr zu überstürzen. Auch hat mich das Ende etwas irritiert. Obwohl … eigentlich musste es genau so enden.
Als nächstes steht dann wohl der Film von David Fincher mit Ben Afflek und der wunderbaren Rosamund Pike (für den Oscar als beste Hauptdarstellerin nominiert) auf der To-Do-Liste. Wenn ich mich traue.

Habt ihr „Gone Girl“ gelesen? Wie hat es euch gefallen?

Buchfakten

Autor: Gillian Flynn
Verlag: Fischer Scherz
Seitenzahl: 576
Ursprungsland: USA
Übersetzer: Christine Strüh
Erscheinungsjahr: 2012/2013

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Larissa//No Robots Magazine

Larissa ist die Chefin des No Robots Magazines. Sie ist 32 Jahre alt und lebt mit Mann und Kind in München.

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14 Kommentare

  1. ich muss bei deiner Bildunterschrift schmunzeln. Eine der Dinge, warum ich mich noch nicht zum Kindle o.ä. durchgerungen habe – die gefühlte U Bahn Beststellerliste 😉 2010 warens die Stieg Larssen Teile, die jeder vor der Nase hatte – jetzt Gone Girl, da kann man sich manchmal doch inspirieren lassen ,-)

    Ich fand das Ende zunächst auch irritierend und nicht so befriedigend…ich bin dann doch der klassiche Lese-tpy glaube ich, der will, dass alles geordnet wird – aber habe ja die Theorie, dass das Ende des Buches so gesetzt wurde, damit ein zweiter Teil möglich ist, falls der erste gut ankommt. Ich würde einen zweiten Teil auch lesen – hätte auch eine Spekulation wie die Story sein könnte, aber will jetzt nicht spoilern, für die die das Ende noch nicht kennen 😉 liebe grüße!!

  2. Jetzt habe ich deinen Post doch schon gelesen. 😉 Ich höre es, wie schon auf Facebook geschrieben, gerade als Hörbuch. Auch ich habe schon meine erste Theorie, aber die ist seeehr weit hergeholt. Jetzt bin ich im Theorien-Dilemma. Einerseits möchte ich sie nicht laut sagen, weil ich mich doof fühle, wenn sie falsch ist, andererseits möchte ich sie herausposaunen, damit ich hinterher auch guten Gewissens sagen kann „Ich hab’s ja gleich gesagt“, wenn ich doch richtig liege. 😉 Aber ich sage lieber nichts, ich bin auch wirklich noch nicht weit. Ich bin gespannt! (Normalerweise ist das auch nicht mein Hauptgenre, aber bei dem Hype und kostenlos auf Spotify…)

    Liebe Grüße!
    Nele

  3. Ich hatte Gone Girl von einer Freundin empfohlen bekommen – und fand es auch sehr lesenswert! Ich gebe dir Recht, das Ende fand ich auch etwas merkwürdig/krass/unglaublich, aber alles in allem doch okay.
    Ich weiß noch, wie ich es teilweise überhaupt nicht aus der Hand legen konnte!
    Viele Grüße,
    Christina

  4. Hey Larissa,

    Danke für den Buchtipp, klingt echt interessant! Ich lese grundsätzlich sehr gerne Krimis, aber diese müssen dem Lesern dann auch wirklich die Möglichkeit geben, mitzurätseln und laufend mit einer überraschenden Wendung aufwarten. Sehr gerne mag ich beispielsweise den Schreibstil von Henning Mankell (schwedischer Autor), der mit der eher trockenen, aber literarisch anspruchsvollen Art seine Leser fesselt. Gone Girl habe ich noch nicht gelesen, dass wird sich aber mit Sicherheit bald ändern!
    Liebe Grüße, Hannah

  5. Die Geschichte klingt definitiv interessant. Leider wurde mir ihr Ende gespoilert. Ich möchte sie aber trotzdem noch lesen oder schauen. Kann mir jemand sagen, was sich mehr lohnt: Buch oder Film?

    • Ich habe ja den Film noch nicht gesehen, also kann ich nicht wirklich etwas dazu sagen. Aber ich habe noch Lust, den Film zu gucken, obwohl ich das Buch schon gelesen habe, weil ich die Figuren gerne mal richtig sehen würde. Vor allem bin ich gespannt, wie Rosamund Pike spielt. Andersrum fände ich es wahrscheinlich weniger interessant. Aber es ist natürlich doof, wenn du das Ende schon kennst.

  6. Der Film war richtig spannend und gut gemacht, das Buch hätte mir vielleicht auch gefallen, aber nachdem ich die Handlung jetzt schon kenne, reizt es mich nicht mehr so. Ich glaube, ich schaue mir Krimis lieber als Film an, als dass ich sie lese. Die Bilder im Film sind nie so schlimm, wie die Bilder, die ich beim Lesen in meinem Kopf habe…

    • Ja, das ist wohl wahr.
      Das Gute an diesem Buch ist ja, dass es kaum fiese Bilder gibt. Ich vermute, dass es im Film anders ist. Hier werden die wenigen fiesen Stellen ziemlich nüchtern beschrieben, weswegen sie mich nicht sehr aufgeregt haben. Ich schätze aber mal, dass man es im Film schon etwas drastischer dargestellt hat.
      Ich finde aber auch, dass Buchbilder schlimmer sind, weil man eben nicht weggucken kann, wenn es einem zu krass wird. Deswegen fände ich eine kleine Warnung auf Büchern auch gar nicht so verkehrt. Manchmal denkt man, es ist eine ganz harmlose Geschichte und dann gibt es plötzlich Szenen, von denen man wochenlang Albträume hat.

  7. Das motiviert mich jetzt das Buch vielleicht doch noch zu lesen. (°_°)! Eigentlich mag ich Krimis auch überhaupt nicht. Hatte es dann einige Zeit auf meiner Wunschliste, vor kurzem hab ichs wieder gelöscht… Ich war – und bin – wirklich hin und hergerissen. :/ Mal sehen wofür ich mich nun entscheiden werde. xD

  8. Haha, ich habe den Film letzte Woche gesehen und das Buch liegt auf meinem Stapel.

    Ich fand den Film echt der Hammer, obwohl ich Ben Affleck nicht besonders mag….aber ich mochte die Grundgeschichte und ich weiß nicht so ganz, auf welcher Seite der Protagonisten ich wirklich stehe….Am I the psycho?

  9. Ich bin an das Buch mit den gleichen Voraussetzungen rangegangen: Schisser und kein großer Krimi-Fan. Trotzdem hat es mich genauso gepackt und ich würde es jedem empfehlen, der mal Bock auf eine etwas andere Story neben dem typischen „Polizist jagt Mörder“-Gedöns hat. Den Film habe ich auch noch nicht gesehen, habe ich aber definitiv noch vor 🙂

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