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Gelesen: Vielleicht lieber morgen von Stephen Chbosky

Bücher und ihre Leinwand-Zwillinge … Das ist immer ein schwieriges Thema. Eine ganze Menge Adaptionen sind ziemlich mies. Manche unterscheiden sich so stark vom Original, dass sie eine Geschichte für sich sind (Alles ist erleuchtet) und  manchmal ist die Adaption sogar besser als der Roman (Populärmusik från Vittula). Und sollte man überhaupt erst das Buch lesen oder erst den Film gucken? Im Fall von „Vielleicht lieber morgen“ sah ich erst den Film. Vielleicht sollte man es lieber andersrum machen.

Gelesen: Vielleicht lieber morgen von Stephen Chbosky

Nicht, dass wir uns falsch verstehen: Vielleicht lieber morgen (der Film) ist nämlich wirklich schön: Der etwas seltsame Charlie (Logan Lerman) ist ein ziemlicher Außenseiter in seinem ersten Jahr an der Highschool. Sein einziger Freund hat sich umgebracht und, wie schon gesagt, Charlie ist ein wenig seltsam. Dann freundet er sich mit den älteren Geschwistern Patrick (Ezra Miller) und Sam (die bezaubernde Emma Watson > klick) an und gerät plötzlich in die magische Welt der Freundschaft, Partys, Drogen und der ersten Liebe. Aber es gibt einen Grund, warum Charlie nicht wie andere Teenager ist. Und diese Offenbarung kommt ziemlich überraschend …

Der Film hat nichts falsch gemacht. Und genau deswegen sollte man wohl zuerst das Buch lesen. Stephen Chbosky zeichnet sehr nett, ohne zu übertreiben oder Skandale zu provozieren, die Teenagerzeit Mitte der 90er, für dich ich noch zu jung bin, um mich völlig damit zu identifizieren. Charlie (der wahrscheinlich ganz anders heißt) braucht einen Freund und schreibt Briefe an einen Unbekannten. Er hat eine eigenartige Art zu schreiben und zu sprechen, was viele befremdlich finden. Nicht allerdings seine neuen Freunde und sein Lehrer Bill, der Charlies Literaturverständnis fördert. Daneben erzählt Charlie von seiner Familie, seinen Eltern, seinem Bruder auf dem College, seiner großen Schwester im Abschlussjahrgang, Familienfesten und seiner verstorbenen Tante. Schließlich kommt die große Überraschung, die für mich nicht mehr überraschend ist.

Mir hat „Vielleicht lieber morgen“* sehr gut gefallen. Lest zuerst das Buch und schaut dann den Film!

PS: Das Buch hieß auch mal „Das ist also mein Leben“. Jetzt heißt es „Vielleicht lieber morgen“. Ich mag den Titel, auch wenn ich nicht verstehe, was er im Bezug auf den Romaninhalt bedeuten soll. Der Originaltitel ist „The Perks of Being a Wallflower“. Aber das ließ sich wohl nicht übersetzen.

Buchfakten

Autor: Stephen Chbosky
Verlag: vgs
Seitenzahl: 222
Ursprungsland: USA
Übersetzung: Kerstin Winter
Erscheinungsjahr: 1999/2000

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Larissa//No Robots Magazine

Larissa ist die Chefin des No Robots Magazines. Sie ist 32 Jahre alt und lebt mit Mann und Kind in München.

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3 Kommentare

  1. Oh, dein Buch hat aber ein hübsches Cover! Meine Version, in London schnell mitgenommen für einen Schnäppchenpreis, sieht nicht so schön aus. 🙂

    Mir hat das Buch auch gut gefallen – und jetzt will ich unbedingt To Kill a Mockingbird lesen, das in meiner Lese-Historie bisher noch fehlt!

    Liebe Grüße
    Nele

  2. Gestern abend noch stand ich in der Bücherei und wusste nicht so recht, was ich mitnehmen sollte (hab mich dann letztendlich für Schattenstill von Tana French entscheiden, hab ich zwar schon mal gelesen, aber ich bin so ein Mehrfachleser :-). Hätte ich mal vorher auf Deinen Blog geguckt, hätte ich eine Inspiration gehabt 🙂
    LG, Mecki

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