Ein Baby liest
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Lesen mit Junior: Pesen und Bambule machen mit „Frerk, du Zwerg!“

Baby liest "Frerk, du Zwerg!"Drei Fakten:

  • Ich spiele gerne Theater.
  • Zur Sprachentwicklung von Kindern soll man vorlesen, vorlesen, vorlesen.
  • Wenn kleine Kinder anfangen selbst zu essen, dann dauert das eeeeewig.

Wie schön, dass man das alles gut miteinander verbinden kann. Statt Theater zu spielen, kann man nämlich auch prima vorlesen. (Fakt #4: Ich habe meinem Mann bereits fünf komplette „Harry Potter“-Bände vorgelesen.) Dummerweise sind Bücher für die ganz Kleinen ja mehr so #gähn. Entweder es sind nur Bilder drin (und auch nicht immer die Schönsten) oder die Texte sind unfassbar lahm. Dabei ist es doch gerade bei den Allerkleinsten vollkommen wurscht, was man ihnen überhaupt vorliest. Verstehen ja eh nur die Hälfte. Oder die Hälfte der Hälfte. Oder noch weniger, die Hälfte davon.
Da kann man auch gleich ein bisschen Bambule machen, zum Beispiel mit dem Kinderbuch „Frerk, du Zwerg!“ von Finn-Ole Heinrich, mit den Zeichnungen von Rán Flygenring.
Der besagte Frerk darf nur leider überhaupt keine Bambule machen, weil seine Mutter allergisch ist – eigentlich gegen alles, was Spaß macht. Vor allem gegen Hunde. Davon bekommt sie nämlich Migräne.

„Also ist es sauber und ordentlich, und Frerk hat keinen Hund. Migräne, findet Frerk, klingt eigentlich wie eine Raubkatze mit Zähnen wie Schwertern aus einer Abenteuergeschichte. Und gar nicht wie der Grund für ein sauberes und ordentliches Haus, in dem man nicht rennen und nicht schreien und mit einem Hund toben darf.“

In der Schule rufen die anderen Kinder immer „Frerk, du Zwerg!“ und das nur weil es sich reimt. Doch dann findet Frerk ein seltsames Ei und daraus schlüpfen … richtige kleine Zwerge! Und die machen Bambule, dass die Wände wackeln!

„Frerk fragt: „Habt ihr eigentlich Flöhe?“, und der Zwerg mit dem roten Haarturm guckt Frerk an und schlackert mit dem rechten Bein und sagt: „Räbti ei guntlich Flähö?“
Dann nimmt er Anlauf und springt vom Nachttisch wie von einem Zehnmeterbrett. Er saust in die Tiefe und landet mit dem Gesicht auf dem Teppichboden und schreit vor Lachen. Die anderen Zwerge jubeln, und sie nehmen alle Anlauf und springen vom Nachttisch. Arschbombe, Köpper, Kerze und Bauchklatscher.“

Ihr findet, „Rülpsplörre“ ist ein schönes Wort und habt kein Problem mit „Furz“ und ein bisschen „Brät! Brät!“? Gut! „Frerk, du Zwerg!“ ist nämlich in diesem Sinne nicht gerade pädagogisch wertvoll. Außer vielleicht für überordentliche Mütter, die daraus lernen können, dass Kindern ein bisschen Bambule doch ganz gut tut. Dann holt man sich auch keine Zwerge ins Haus …

Brät! Brät!

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Larissa//No Robots Magazine

Larissa ist die Chefin des No Robots Magazines. Sie ist 31 Jahre alt und lebt mit Mann und Kind in München.

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