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Leute, die gut sind: Edgar Wright

Vor wenigen Tagen hat die Filmwelt eine schlechte Nachricht erreicht: Marvel/Disney hat Edgar Wright aus dem „Ant-Man“-Projekt geekelt. Zwar ist „Ant-Man“ an sich auch nicht die interessanteste Comic-Figur aller Zeiten … aber Edgar Wright gehört zu den guten Leuten.

Leute, die gut sind: Edgar WrightEs gibt heutzutage unfassbar viele Filme. Und unfassbar wenige, die wirklich innovativ sind. Komödien sind irgendwas zwischen witzig und albern. Actionfilme sind hart. Und Romanzen sind romantisch. Es gibt unfassbar viele Regisseure und nur wenige Namen, die einem im Kopf bleiben. Edgar Wright ist einer, den man sich merken sollte.
Kritiker könnten sagen, dass Edgar Wright die Filmwelt auch nicht neu erfunden hat. „Shaun of the Dead“ ist einfach nur ein blutiger Zombiefilm. „Hot Fuzz“ ein Cop-Film wie er im Buche steht. Und „Scott Pilgrim gegen den Rest der Welt“ wurde nicht mal von ihm ausgedacht, sondern ist eine Comic-Adaption. Besonders ist allerdings, dass Wright nicht nur tolle Filme dreht, sondern auch außergewöhnliche Drehbücher schreibt. Da ist ein Zombiefilm nicht einfach nur ein Horror-Movie, sondern eine Buddy-Komödie, ein Liebesfilm und ein Selbstfindungstrip. „Scott Pilgrim“ ist nicht nur irgendeine Comic-Verfilmung, sondern besitzt eine Bildsprache, die Marvel jetzt schmerzlich vermissen wird.
Für Wright gelten die Regeln eines Genres nicht. Wer braucht die auch schon? Er beweist, dass auch lustige Filme, nicht dumpf sein müssen. Dass Horror auch liebevoll sein kann. Und Musik nicht einfach nur Pop-Gedudel im Hintergrund ist.
Nicht zu vergessen, all die tollen Leute, die Edgar Wright für seine Filme zusammentrommelt: seine alten Kumpels Dreamteam Simon Pegg und Nick Frost in der Cornetto-Trilogie oder auf der anderen Seiten unverbrauchte Gesichter wie die süße Allison Pill oder Mark Webber aus „Scott Pilgrim“.
Warum sollte man sich Filme kaufen? Man guckt sie sich ein Mal im Kino an und dann hat man meistens alles gesehen. Ich habe „Hot Fuzz“ mitterlerweile vermutlich gute zehnmal gesehen und entdecke jedes Mal wieder etwas Neues. Es sollte mehr solcher Filmemacher geben. Dafür sage ich: Danke, Edgar Wright, danke.

Und wer das Ganz noch mal in bewegten Bildern sehen will, sollte sich Tony Zhous Verbeugung vor Edgar Wright ansehen:

 

Larissa//No Robots Magazine

Larissa ist die Chefin des No Robots Magazines. Sie ist 32 Jahre alt und lebt mit Mann und Kind in München.

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