Links im November
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Links im November

Im November ging es im Internet um die Genderfrage. Oder habe nur ich besonders oft auf solche Artikel geklickt? Hier sind jedenfalls drei wunderbare Beiträge zu diesem Thema. Und etwas in Sachen Schönheit.

Ich bin sehr froh, dass es noch kein „Germany’s Next Top Model“ gab, als ich ein Teenager war. Ich bin ziemlich groß für eine Frau. Und vor allem früher war ich ziemlich dünn. Jeder Zweite fragte damals: „Wow, willst du Model werden?“ Zum Glück konnte ich damit überhaupt nichts anfangen, wusste als Kind vom Dorf nicht mal, was das genau ist. Bei Lina war das anders. Leider.

Jungs mögen Blau, Mädchen Rosa. Das ist vor allem aktuell eine Weisheit, die viele Mütter bekämpfen, die Kinderindustrie aber munter unterstützt. Daniel liebt die Hassfarbe Rosa. Warum, erklärt er hier.

Die meisten Menschen (so hoffe ich jedenfalls) wollen tolerant sein, was das Thema „Transgender“ angeht. Aber was ist, wenn wirklich  jemand in unserem Umfeld das Geschlecht wechselt? Wie leicht würde es uns fallen, dass tatsächlich aus tiefstem Herzen zu akzeptieren? Redakteur Raoul Löbbert und Michael waren früher Kollegen im konservativen „Rheinischen Merkur“. Jetzt heißt Michael Vivian. Und Raoul Löbbert macht sich auf die Suche nach der alltäglichen Toleranz – auch in sich selbst.

Tom Gabel, verheiratet, Vater einer Tochter, erlangte weltweite Bekanntheit als Sänger der Punk-Band Against Me!. Seit zwei Jahren heißt Tom nun Laura Grace und nutzt seine Position als „Person öffentlichen Interesses“ um einen offenen Dialog über Transgender zu schaffen. In dieser Folge der Serie „True Trans“ spricht Laura Grace in einem berührenden Video über ihre neue Rolle als Mutter.

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Larissa//No Robots Magazine

Larissa ist die Chefin des No Robots Magazines. Sie ist 32 Jahre alt und lebt mit Mann und Kind in München.

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4 Kommentare

  1. Den Artikel von Lina Scheynius habe ich auch gelesen und fand ihn interessant und erschreckend. Wie schön für sie, dass sie die Kurve bekommen hat und nun mit der Fotografie so erfolgreich ist!
    Zum Thema Gender war Lann Hornscheidt ja auch ziemlich im Gespräch und ich finde es furchtbar, welche Denkmuster viele (viel zu viele!) Menschen offenbar haben. Auch etablierte Journalisten.

    • Ja, es ist sehr furchtbar, wenn Menschen so schrecklich engstirnig sind.
      Andererseits muss man auch eingestehen, dass es den meisten Leuten sicher schwer fällt, damit umzugehen, dass jemand plötzlich ein anderes Geschlecht hat. Wie man es auch dreht und wendet: Das Geschlecht, ist das Erste, was wir über einen Menschen erfahren und wonach wir einen Menschen einschätzen (das muss ja nicht gleich etwas Schlechtes sein). So sehr ich Transgender-Menschen ein schönes Leben wünsche, so wenig wüsste ich, wie man es besser machen kann, dass man Menschen nicht so sehr über ihr Geschlecht identifiziert.

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