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Gastbeitrag: Mein München, dein München

Seit über vier Jahren wohne ich nun schon in dieser Stadt. Es gibt Ecken, die ich gut kenne. Mein München. Und es gibt Viertel, in denen ich noch nie war. Dein München? Heute berichtet euch *thea von Adventures of a MuniCorn über „ihr“ München. Demnächst folg mein Beitrag auf ihrem Blog. Wohnst du auch hier? Mach mit und schreibe ebenfalls einen Beitrag zu „Mein München, dein München“!

Hallo liebe No Robots! Ich bin MuniCorn-*thea und darf heute die liebe Larissa vertreten. Und weil ich in Kürze auch das Land verlassen werde, hat sie mich gefragt, ob wir einen kleinen Blogger-Austausch nach dem Motto „Mein München – dein München“ machen wollen. Für Münchner Gschichten bin ich sowieso immer zu haben, und die Idee, uns gegenseitig die nicht so bekannten Lieblings-Ecken unserer Viertel zu zeigen, hat mich gleich überzeugt. Wie alte München-Hasen vielleicht schon am Header erkennen können, hat es mich in einen südlicheren Stadtteil verschlagen. Ich wohne zwar nicht in einem hippen super urbanen Wohnviertel, dafür muss ich nur über die Straße und bin mitten drin – in der Natur. In meinem Flaucherparadies. An besonders heißen Sommertagen arten die Kiesstrände zwar in ein Ballermann ähnliches Massengrillfest aus, aber jetzt im Herbst kann man genussvoll picknicken. Oder sporteln. Oder Fotos machen. Mehr Fotos und Liebesbekundungen zu den Isarauen könnt ihr übrigens hier nachlesen denn jetzt geht’s zurück ins Viertel. Offiziell wohne ich in Sendling, ich würde den Platz aber als „zwischen Thalkirchen“ und „Großmarkthalle kurz vorm Schlachthof“ bezeichnen. 😉

Mein München, dein München Resi-Huber-Platz Mein München, dein München

Direkt am Resi-Huber-Platz, der vielleicht eher als Haltestelle Brudermühlstraße bekannt ist, ist das kleine Zentrum für die Anwohner. Auch bei uns macht die Gentrifizierung nicht halt, was für mich bisher aber eher angenehme Folgen hatte: Aus dem ranzigen Tengelmann wurde ein Laden, den man jetzt als Supermarkt bezeichnen kann, der Schlecker wurde zum Vitalia Biomarkt und einen leckeren Fast-Food-Asiaten haben wir jetzt auch. Einkaufs-Highlight ist und bleibt aber der Wochenmarkt. Ich liebe es, samstags morgens über den Markt zu schlendern und sorgfältig ausgewählte Leckereien zu kaufen. Für den kompletten Wocheneinkauf sind die Preise für Normalsterbliche natürlich zu astronomisch, aber als Vegetarier gönne ich mir gerne mal was Tolles vom Gemüsestand. Wie zum Beispiel jetzt im Herbst Steinpilze, Kürbis und Co.

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Bei einem netten jungen Herrn komme ich ja auch nie vorbei. Ich bin ein großer Aufstrich-Fan, wenn nicht sogar der größte. Wo andere ihr Samstags-Frühstück mit Honig und Marmelade zelebrieren, haue ich mir gerne die volle Knoblauchdröhnung rein. Aubergine, Feta und auch die rosa Fischrogenpaste, immer nur her damit. Der freundliche Verkäufer lässt einen gerne die Sorten probieren und es schmeckt wirklich alles super. Aber aufgemerkt: Hinter allem Charme und Freundlichkeit verbirgt sich ein gewiefter Geschäftsmann! Wenn ihr eine kleine Auswahl an verschiedenen Geschmacksrichtungen möchtet, aber keine achtköpfige Großfamilie zu Hause habt und euch die nächsten drei Wochen nicht von Aufstrichen ernähren wollt: Seid streng mit Grammvorgaben! Meine anfänglich schüchternen „ein bisschen von dem und ein bisschen von diesem hier“-Marktanfänger-Versuche wurden gnadenlos ausgenutzt und endeten mit großen Portionen in riesigen Bechern. Geht nicht über 100 Gramm pro Sorte und ein leckeres Aufstrich-Frühstück ist euch sicher.

Mein München, dein München

So. Nachdem wir uns jetzt den Magen vollgehauen und ein kleines Verdauungsschläfchen gehalten haben, kann ein bisserl Sport nicht schaden. Ein weiterer Lieblings-Platz und München-Tipp ist der Trimm-dich-Pfad auf der Giesinger-Seite der Isarauen. Vom Radweg geht’s kurz vor der Brudermühlbrücke rein ins Wäldchen und wenn man dem Weg folgt, steht man mitten auf dem Trimm-dich-Pfad. Für einen öffentlichen Platz ist er gut gepflegt und fast alle Geräte sind gut in Schuss. In verschiedenen Modulen zu Themen wie Koordination, Kraft, etc. kann man entweder alle Übungen durchmachen oder gleich das trainieren, was man mag. Beschreibungen zu den Übungen mit Vorschlägen zu Wiederholungen stehen bei jeder Station auf Schildern dabei. Nach Feierabend und auch am Wochenende kann man dabei auch den ein oder anderen Hottie bei crazy Sachen wie aus dem Stand in Liegestütze springen beobachten, während man sich selbst mit seinen Situps abmüht. Wenn man wie ich nicht gerne in Fitnessstudios geht und sich ein bisschen an der frischen Luft bewegen will, der ideale Platz. Auch für Leute, die nicht nebenan wohnen, schließlich kann man ja zum Beispiel das Jogging oder die Radlstrecke hin und zurück ins Training integrieren.

Mein München, dein München

Nach Einkaufen und Sport möchte ich euch natürlich noch meinen Lieblingsplatz zum Thema Geselligkeit und Spaß vorstellen: Das Bavarese im Dreimühlenviertel. Die Gegend rund um den Röcklplatz lädt einfach zum bummeln ein. Und das Bavarese ist der ideale Ort zum einkehren. Das Konzept des Lokals spiegelt sich schon im Namen wider: Bayerische Gemütlichkeit trifft italienische Lebensart. So gibt es nicht nur die Fleischpflanzerl „Monaco Franze“, sondern auch verschiedene leckere Pizzen. Sonntags kann man brunchen mit Antipasti und Weißwürstl und auch bei Drinks und Cocktails nach dem Essen gerne in netter Gesellschlaft versacken. Das Interieur sowie Exterieur ist ansprechend und gemütlich zugleich und wer abends noch weiter ziehen will geht ins Valentinstüberl gegenüber, eine richtige Boazn wo man übrigens auch meinen Lieblingsdrink „Liquid Cocain“ bekommt.

Mein München, dein München

So, ich hoffe euch hat der kleine Einblick in „Mein München“ gefallen und ihr seid vielleicht Neugierig auf einen Sport-Ausflug auf den Trimm-Dich-Pfad oder einen Abend im Bavarese geworden. Mir hat es auf jeden Fall riesig Spaß gemacht und ich bin jetzt richtig gespannt auf Larissas München. Wenn ihr möchtet, besucht mich doch mal auf meinen Blog Adventures of a MuniCorn. Ich würde mich freuen! Liebe Grüße *thea

Fotos: *thea/Adventures of a MuniCorn

*thea

*thea liebt Einhörner und berichtet auf Adventures of a MuniCorn von ihren Abenteuern in München und der Welt.

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3 Kommentare

  1. Schöne Idee. Da ich schon lange hier bin, gäbe es wohl mehrere Versionen davon, auch Orte, die verschwunden sind oder sich so verändert haben, dass ich sie nicht wiederkenne. Kleine Kinos, die geschlossen wurden, Läden, die jetzt hippe Büros sind. Den Wochenmarkt mit den astronomischen Preisen haben wir im Westend auch. Da ist aber so ein Käsestand, der meine vegane Zeit zu Fall gebracht hat. Der bleibt, hoffe ich…

  2. Schöne Vorstellung Deiner Stadt – ich kenne München fast gar nicht, habe aber nun Lust, das mal zu ändern. Wochenmärkte liebe ich, das Bavarese sieht einladend aus und der Trimm-Dich-Pfad ist lustig (ich bin ein absoluter Fitnessstudio-Verweigerer und zuhause Gymnastik ist irgendwie auch doof, da wäre so ein Pfad sicher nett).
    LG, Mecki

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