blaues Kinderzimmer
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Nestbautrieb ahoi – ein Kinderzimmer muss her

Demnächst wird unser Junior schon ein halbes Jahr alt. Eine gute Gelegenheit, um ihm ein eigenes Zimmer zu Weihnachten zu schenken. Aber wie soll das aussehen?

In Hollywoodfilmen wird das Kinderzimmer meistens schon mit dem positiven Schwangerschaftstest eingerichtet. Nestbautrieb und so. Den Nestbautrieb hat die Durchschnittsschwangere in Deutschland auch, Umsetzung findet er allerdings nicht immer. Im modernen Großstadtleben bekommt ein Baby meistens erstmal nur ein Beistellbettchen im elterlichen Schlafzimmer und einen Platz zum Wickeln. So besitzt unser Kind als eigenes Zimmer auch gerade mal eine Kommode mit Wickelauflage in einer Ecke des „Als Arbeitszimmer getarnter Raum, der mit allem vollgestellt wird, wofür woanders gerade kein Platz ist“-Zimmers. Wofür braucht ein Baby denn auch ein eigenes Zimmer? Benutzt es ja doch nicht.
Aber ein hübsches Kinderzimmer ist eben doch schöner als ein provisorisches Irgendwas-Zimmer. Nestbautrieb und so.
Und schon stellt sich die Frage: Was braucht ein Kind eigentlich? Wie richtet man ein schönes Kinderzimmer ein, dass nicht nur einem selbst, sondern auch dem Kind gefällt – auch in zwei, drei Jahren noch? Die eigene Kindheit ist ja nun doch schon eine Weile her, um sie als Referenz zu nehmen.
Tipps bekommt man bei den bekannten Gesichtern der Blogosphäre … aber die sind häufig an meiner Realität vorbei. Die Produktempfehlungen sind meist zu teuer (300 Euro allein für die Deko? Definitiv zu teuer!), und in einer geräumigen Berliner Altbauwohnung mit hohen Stuck-Decken leben wir auch nicht.
Nächster Anlaufpunkt: Pinterest. Pinterest-Boards sehen aber gerne so aus wie Wühltische auf Kinderkleiderbasars: alles rosa! Und überhaupt – no way this is real life! Inspiration finde ich dennoch. Mein Favorit ist der maritime Look mit nachtblauen Wandakzenten. Oder ist das der direkte Weg zum Pinterest Fail? Und was macht Nachtblau wohl mit der Psyche meines Kindes?

summer camp von camengo : Ausgefallene Kinderzimmer von kinder räume ag

Expertenrat zu all diesen Fragen gibt es im Magazin von homify.de – und das gibt mir grünes Licht in Sachen blaue Farbe. Expertin Sabine Neumann beschreibt den Klassiker unter den Farben in „Kinderzimmer Farben und ihre Wirkung“ als beruhigend und ausgleichend. Aber tappe ich damit nicht mitten in die Genderklischee-Falle? „Blau ist die Lieblingsfarbe vieler Kinder – egal, ob Mädchen oder Junge“, beruhigt mich Frau Neumann.
Allgemein scheint der Trend wegzugehen von den kunterbunten Zimmern aus unserer Neunziger-Jahre-Kindheit. Einen Grund dafür findet man sicher im Einzug des schwedischen Designs in unserem Alltag – von der Kleidung bis zu den Möbeln. Wo früher Mickey Mouse war, ist heute skandinavische Schlichtheit. Die Vorliebe geht zu ruhigen Tönen, viel weiß oder grau. Ein Müttertraum. Aber auch ein Kindertraum? Die Expertin bejaht: „Als (gender-)neutrale Farbe eignet sich Grau für jedes Kinderzimmer und sorgt optisch für Ruhe, Klarheit und Ordnung. Darüber hinaus wirkt ein helles Grau nicht nur super stilvoll und modern, sondern bildet auch eine neutrale Leinwand für kunterbunte Accessoires, Möbel und Spielzeuge, sodass das grau gestrichene Kinderzimmer am Ende alles andere als öde und langweilig daherkommt.“
Oder vielleicht gebe ich auch mein eigenes Wunschzimmer an meinen Sohn weiter: Als Kind hätte ich am liebsten in einem Baumhaus gelebt. Warum nicht ein Zimmer mit Wald-Thema, wie zum Beispiel bei diesem Pinterest-Vorbild? Frau Neumann attestiert Naturtönen eine warme Wirkung, die Geborgenheit ausstrahlt. Vielleicht hält also doch der Wald demnächst Einzug in unser kleines Reich?

​Tapete Elephant, for him (graubraun) : Accessoires und Dekoration von Designstudio DecorPlay

Ein paar Nächte muss ich noch darüber schlafen, dann kommt die Entscheidung mit dem Christkind. Und ich kann ganz beruhigt sein: Jede Alternative ist wunderbar!

Dieser Artikel entstand in Zusammenarbeit mit homify.de

Fotos: Kinder Räume AG/Homify, Designstudio DecorPlay/Homify

Larissa//No Robots Magazine

Larissa ist die Chefin des No Robots Magazines. Sie ist 31 Jahre alt und lebt mit Mann und Kind in München.

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