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Neu im Kino: Guardians of the Galaxy

Endlich mal neue Helden! Marvel begibt sich auf Neuland und bringt ein neues Superhelden-Team auf die Leinwand: Guardians of the Galaxy startet am 28. August im Kino, und ich durfte es bereits sehen!

Captain America 2, Iron Man 3, X-Men 7, und so weiter und so fort: Marvel hat schon vor geraumer Zeit die Kinos mit beliebten Helden wie Thor oder Wolverine erobert und bringt seither in so regelmäßigen Abständen neue Filme mit ihnen heraus, dass es schon einen Spam-Charakter bekommt. Und irgendwann kommt es sogar Comic-Film-Freunden wie mir zu den Ohren raus. Aber was sollen sie machen? Marvel ist ein Comic-Verlag, Comics verkaufen sich bekanntlich nicht mehr besonders gut. Und wenn Marvel (Studios) überleben will, müssen sie eben immer weiter Superhelden-Filme an den Mann oder in meinem Fall an die Frau bringen. Uff.
Aber Marvel hat einen Plan. Einen Masterplan sogar. Und den kennen nur sehr weniger. Vielleicht sogar nur eine einzige Person. Fakt ist, dass noch viele Filme geplant sind. Und scheinbar sind wir nun in Phase 2 des Plans: Neue Helden braucht das Land.
Groot, Neu im Kino: Guardians of the GalaxyNeu sind jetzt also die Guardians of the Galaxy. Obwohl hier eigentlich nichts neu ist. Marvel-Omni-Produzent Kevin Feige und Regisseur James Gunn haben einen Film irgendwo zwischen Star Wars und The Avengers geschaffen: Weltraum, tolle Grafik, solide Action = alles, was man für einen kurzweiligen Kino-Abend braucht. Im Mittelpunkt steht ein ungleiches Team bestehend aus dem Stereotyp „heißer Draufgänger“, Peter „Star Lord“ Quill (Chris Pratt), heiße Badass-Alien-Braut (Zoë Saldaña oder vielleicht auch die Black Widow in grün?), ein strunzdummer Fleischklops, Drax (Dave Batista), und dazu noch Han Solo und Chewbacca in Form eines kaltschnäuzigen Waschbären, Rocket (gesprochen von Bradley Cooper) und einem Baum, Groot, der nur drei Worte beherrscht (gesprochen von Vin Diesel). Und diese Truppe hat eigentlich nicht viel miteinander zu tun. Außer, dass Quill etwas gestohlen hat, dass der fiese Terrorist Ronan (der süße Lee Pace (Pushing Daisies), der hier gar nicht süß ist) gut gebrauchen könnte, und dabei zufällig über die anderen Freaks stolpert, die alle ihre eigenen Gründe haben, sich Quill anzuschließen.
Allerdings weiß der Zuschauer teilweise nicht mehr so recht, wie ihm geschieht, was vor allem an der Überzahl an Personal liegt. Es scheint wohl so, dass jeder, der Rang und Namen hat, mittlerweile mit hängender Zunge angehechelt kommt, wenn Marvel pfeift: John C. Reilly, Djimon Hounsou, Glenn Close, Sean Gunn (bekannt als Kirk aus den Gilmore Girls und praktischerweise der Bruder des Regisseurs) und Benicio del Toro machen hier ihre Aufwartung – allerdings nicht jeder in dem Rahmen, der ihm gebührt. Das ist verwirrend und vor allem eins: schade!
Dass Guardians of the Galaxy trotz allem Altbewährten und allen Verwirrungen super funktioniert, liegt vor allem daran, dass diese Superheroes wenig Heldenhaftes an sich haben. Eher grooven sie zum 80s-Sound aus Quills altem Walkman durch dieses Abenteuer, ohne immer recht zu wissen, was sie tun. Das ist spannend und ziemlich witzig.
Und wenn das alles nicht Anreiz genug ist, sich  Guardians of the Galaxy anzugucken, dann aber doch wenigtsens eins: Der beste Baum der Filmgeschichte.

Filmfakten:

Darsteller: Chris Pratt, Zoë Saldaña, Bradley Cooper (Stimme), Vin Diesel (Stimme), Dave Batista, Lee Pace, John C. Reily
Regie: James Gunn
Produktion: Kevin Feige
Drehbuch: James Gunn, Nicole Perlman
Laufzeit: 121 Minuten
FSK: ab 12 Jahren

Larissa//No Robots Magazine

Larissa ist die Chefin des No Robots Magazines. Sie ist 32 Jahre alt und lebt mit Mann und Kind in München.

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4 Kommentare

  1. Jaaa, manchmal darf’s doch einfach actionreiche Unterhaltung sein… Wenn ich den Film sehen möchte, will mein Großer bestimmt auch – aber der ist sicher erst ab zwölf Jahren und kommt damit ein Jahr zu früh für ihn 😉
    Liebe Grüße, Ulli

    • Ja, der ist ab zwölf. Ich kann mich erinnern, dass ich beim Gucken dachte, dass der nicht unbedingt für Kleine geeignet ist. Ich weiß aber nicht mehr, was ich daran so gruselig fand. Vielleicht werf ich es jetzt auch mit dem letzten X-Men durcheinander. 😉

  2. Ich mag die Marvel-Filme. Schönes Popcorn-Kino! Daher bin ich auch auf diesen hier gespannt. Auch wenn der Bericht (und andere Rezensionen, die ich gelesen habe) so klingt, als sei der Film etwas konfus. 😉 Ich bin gespannt!

    Liebe Grüße
    Nele

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