Ein Mensch unterm Sternenhimmel auf der Suche
Kommentare 0

Philosophischer Freitag #1

Wer sind wir? Was soll das alles? Und überhaupt?! All diese Fragen stellen sich die Menschen schon seit Anbeginn des Denkens. Eine Antwort haben sie bisher keine gefunden. Oder vielmehr, sie haben so viele Antworten gefunden, wie Menschen die Fragen gestellt haben. Und so wird es vermutlich auch bleiben. Denn schlussendlich interpretiert doch jeder die Welt anders. Und einen kleinen Einblick in die Köpfe der Menschen gibt ab jetzt im No Robots Magazine den Philosophischen Freitag.

Ein Mensch unterm Sternenhimmel auf der Suche

Foto: Pexels.com

Den Anfang macht heute: S., weiblich, 35, aus München.

Wer sind wir?

Wir sind die Bewohner dieses Planeten und Sternenstaub. Wir haben uns entwickelt aus einer Zelle im Wasser der Urmeere und tun das bis heute. Auf der anderen Seite sind wir Menschen und im Gegensatz zu den Engeln können wir beides: Gut sein und schlecht sein. Manchmal sogar gleichzeitig. Wir haben die Gabe, zu entscheiden. Jedes Mal.

Warum sind wir hier?

Wir sind hier, um zu leben. Ganz schlicht zu leben. Aber wir haben eine Aufgabe zu diesem Leben erhalten. Eigentlich müssten wir auf diesen Planeten und seine Bewohner achten. Wir sind die Herrschaft hier. Aber im Prinzip können wir noch nicht mal auf unsere eigene Art achten, geschweige den auf all die anderen.

Was ist da draußen?

Da draußen ist ein weiter Begriff. Das Weltall, vermute ich. Mit anderen Arten des Lebens. Vielleicht auch gar nicht Leben in unserem Sinne. Gott ist nicht da draußen. Gott ist zwischen, hinter und vor uns. Aber er schweigt, denn wir haben den freien Willen erhalten und würden wir wissen, müssten wir aufhören zu glauben. Dann wäre die Entscheidung uns bereits abgenommen worden. Manche würden da sagen, es sei eine hinterhältige Prüfung. Vielleicht haben sie recht. Aber das ist das Problem des modernen Menschen. Wer glaubt, muss nicht mehr wissen. Damit würde sich ja im Prinzip nichts ändern. Leider ist Gott nicht alleine. Dann wäre es leicht.

Wo gehen wir hin?

Wir gehen zum Ende unseres Lebens. Wer fragt, was danach passiert, beschäftigt sich wieder mit dem Wissen, dem Glauben und der Unsicherheit. Wir wissen es nun mal nicht, aber wir werden es alle herausfinden.

Wann ist alles gut?

Gut ist es schon jetzt. Schlecht aber auch. Kommt darauf an, wo man hinsieht. Ich denke nicht, dass irgendwann alles gut ist. Wenn alles gut ist, ist nichts mehr da. Für unser irdisches Leben gesprochen. Statt auf die guten Dinge zu sehen, sehen wir aber nur, was uns alles fehlt. Vielleicht ist das Teil der Prüfung. Die innere Zufriedenheit lebend zu erreichen. Der Vergleich mit den schlechteren Leben prallt meistens an uns ab und wir beobachten nur den Nachbarn, der sich mehr Urlaub, ein schnelleres Auto und eine größere Wohnung leisten kann. Dabei ist das so plakativ, der Vergleich. Manchmal erkennt man auch nicht, aus was unser persönliches Neidobjekt besteht. Vielleicht ist es viel subtiler. Wann ist aber für mich persönlich alles gut? Ich denke in Momenten. An einzelnen Tagen. Und ich hoffe am Tag meines Todes. Nach diesem Tag ist mit Sicherheit alles für mich gut.

Du hast auch etwas dazu zu sagen? Dann schick mir doch einfach deine Antwort auf das „Was? Wieso? Warum? Und überhaupt!“ an redaktion@norobotsmagazine.de oder poste sie auf deiner eigenen Seite – Hashtag #philofreitag

Larissa//No Robots Magazine

Larissa ist die Chefin des No Robots Magazines. Sie ist 31 Jahre alt und lebt mit Mann und Kind in München.

Letzte Artikel von Larissa//No Robots Magazine (Alle anzeigen)

Schreibe eine Antwort