Ein Mensch unterm Sternenhimmel auf der Suche
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Philosophischer Freitag #4

Wer sind wir? Was soll das alles? Und überhaupt?! All diese Fragen stellen sich die Menschen schon seit Anbeginn des Denkens. Eine Antwort haben sie bisher keine gefunden. Oder vielmehr, sie haben so viele Antworten gefunden, wie Menschen die Fragen gestellt haben. Und so wird es vermutlich auch bleiben. Denn schlussendlich interpretiert doch jeder die Welt anders. Und einen kleinen Einblick in die Köpfe der Menschen gibt der Philosophische Freitag.

Ein Mensch unterm Sternenhimmel auf der Suche

Foto: Pexels.com

Heute antwortet Indre von M i MA, 43, aus Berlin.

Wer sind wir?

Menschen. Oder auch: Bewohner/innen des Planeten Erde mit der Fähigkeit zur Selbstreflexion. Diese Fähigkeit unterscheidet uns von allen anderen Erdbewohner/innen und charakterisiert unsere Beziehung zu uns selbst und der Welt. Der Philosoph Helmuth Plesser hat das auf den Begriff der „exzentrischen Positionalität“ gebracht, den ich sehr spannend finde.

Warum sind wir hier?

Tja, wenn ich das nur wüsste. Eine Laune der Natur? Ein Zufall? Gottes Wille? Nun, wenn ich ehrlich bin, will ich es gar nicht wissen. Fakt ist, wir sind hier. Also machen wir das Beste draus. Für mich: eine freie, offene Welt, in der wir uns mit Respekt begegnen, die Würde eines jeden Menschen achten, denen helfen, die Hilfe bedürfen und unseren Enkeln und Urenkeln eine lebenswerte Welt hinterlassen.

Was ist da draußen?

Energie und Materie. Eine Struktur, die meine Vorstellungskraft sprengt und mich an den Rand des Wahnsinns schleudert, wo ich hilfesuchend den lieben Gott anrufe, an den ich weder glauben noch nicht-glauben kann.

Wo gehen wir hin?

Drei Schritt vor und zwei zurück. Manchmal auch umgekehrt. Am Ende steht der Tod. Den stelle ich mir so vor, wie Wolf Erlbruch ihn in seinem wunderbaren Buch „Ente, Tod und Tulpe“erzählt: freundlich.

Wann ist alles gut?

In jenen seltenen Momenten, in denen wir uns selbstvergessen dem Leben hingeben (wie die Tiere, im Hier und Jetzt. Sozusagen „zentrisch positioniert“ (Plessner), womit ich wieder beim Anfang wäre ;)).

Du hast auch etwas dazu zu sagen? Dann schick mir doch einfach deine Antwort auf das „Was? Wieso? Warum? Und überhaupt!“ an redaktion@norobotsmagazine.de oder poste sie auf deiner eigenen Seite mit dem Hashtag #philofreitag

Larissa//No Robots Magazine

Larissa ist die Chefin des No Robots Magazines. Sie ist 31 Jahre alt und lebt mit Mann und Kind in München.

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