Ein Mensch unterm Sternenhimmel auf der Suche
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Philosophischer Freitag #7

Wer sind wir? Was soll das alles? Und überhaupt?! All diese Fragen stellen sich die Menschen schon seit Anbeginn des Denkens. Eine Antwort haben sie bisher keine gefunden. Oder vielmehr, sie haben so viele Antworten gefunden, wie Menschen die Fragen gestellt haben. Und so wird es vermutlich auch bleiben. Denn schlussendlich interpretiert doch jeder die Welt anders. Und einen kleinen Einblick in die Köpfe der Menschen gibt der Philosophische Freitag.

Ein Mensch unterm Sternenhimmel auf der Suche

Foto: Pexels.com

Heute mit Leo, 64, aus Augsburg:

Wer sind wir?

Da muss ich erst einmal nachdenken … Wir Menschen? Wir heutigen Menschen? Wir irdischen Lebewesen? Wir beiden, die das hier lesen oder geschrieben haben? Wir sind wer oder was auch immer. Vielleicht ein Volk. Vielleicht eine Zivilisation. Vielleicht eine Spezies. Vielleicht Zeitgenossen. Vielleicht Kreaturen. Vielleicht Geister. Vielleicht nur eine Person mit zahllosen Masken. Vielleicht nur ein man oder frau, eine Masse, ein Schwarm. Ich tue gerade so, als könnte ich für „uns“ alle sprechen.

Warum sind wir hier?

Hier im Internet? Hier in Deutschland? Hier auf Erden? Hier in diesem Universum? Wo ein Hier ist, ist auch ein Dort. Darum kommt für mich nur ein Teil für das Hier in (diese) Frage. Warum also nicht woanders? Wo immer wir auch sind, sind wir zufällig. Und wo immer wir auch sind, ist unser Schicksalsort, der Grund unseres Daseins, Hierseins.

Was ist da draußen?

Draußen, wenn ich aus dem Fenster schaue? Wenn ich fernsehe? Wenn ich von der Erde, von diesem Sonnensystem, von der Milchstraße, von diesem Universum absehe? Oder wenn ich mich innerlich distanziere?

Wo gehen wir hin?

Wenn ich – um vom Wir abzusehen – im Zimmer auf- und abgehe, um über diese Frage nachzudenken? Wenn ich außer Haus gehe? Wenn ich pendle? Wenn ich in Urlaub gehe? Wenn ich in mich gehe? Wenn ich irgendwo einkehre? Wenn es mir irgendwie geht? Wenn ich vergehe? Wenn ich zurückkehre?

Wann ist alles gut?

Wenn nichts schlecht ist. Wenn nichts böse ist. Nie. Solange alles noch gut werden kann. Immer. Nein, nimmermehr. Zu keiner Zeit. Wenn alles Schlechte und Böse vergessen ist. Wenn gar nichts mehr ist. Und das ist wiederum nie. Wie ich’s auch wende: Es bleibt beim Nie.

Du hast auch etwas dazu zu sagen? Dann schick mir doch einfach deine Antwort auf das „Was? Wieso? Warum? Und überhaupt!“ an redaktion@norobotsmagazine.de oder poste sie auf deiner eigenen Seite mit dem Hashtag #PhiloFreitag

Larissa//No Robots Magazine

Larissa ist die Chefin des No Robots Magazines. Sie ist 31 Jahre alt und lebt mit Mann und Kind in München.

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