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Samstagskaffee

Wieder einmal sagt der Samstagskaffee* Hallo. Dieses Mal von einem Katastrophen-Samstag.

Der Plan für heute war ganz einfach:

  • erholsam schlafen
  • halbwegs früh aufstehen
  • für morgen einkaufen
  • die Auer Dult besuchen und dort etwas essen

Das wurde aber schon dadurch zunichte gemacht, dass ich letzte Nacht nicht schlafen konnte. Dann gab es im Supermarkt nicht mehr das, was ich eigentlich haben wollte. Und schließlich kam diese Auer Dult …
Ich wohne jetzt schon seit vier Jahren in München und war noch nie auf einer Dult. Genau genommen wusste ich bis heute nicht mal, was das genau ist. Wir dachten uns, dass wäre sicher eine Kirmes oder ein nettes kleines Volksfest oder so.
Tatsächlich ist die Auer Dult ein als Kirmes plus Volksfest getarnter Ramschmarkt. Dort gibt es Unmengen an Geschirr (manches davon tatsächlich hübsch und handgemacht) und dazu so „schöne“ Dinge wie Klobürsten, Handyhüllen, Wunderputzmittel, Oma-Nachthemden, bergeweise Energiesparlampen, Spülschwämme und so weiter und so fort. Und als „Sahnehäubchen“ oben drauf gab’s sogar noch „Ponys, die den ganzen Tag im Kreis rennen müssen“-Tierquälerei. Nein, danke. Ohne uns.

Auer Dult München

Also sind wir stattdessen zur Fraunhoferstraße gelaufen, wo es das (eigentlich) ziemlich nette Café „Hungriges Herz“ gibt, das leckere herzförmige Pizza serviert – allerdings erst ab 16 Uhr. Wenn man, wie wir, um 15 Uhr gerne etwas essen möchte, dann bleibt einem nur ein zweites Frühstück. Immerhin: Das war sehr lecker. Und so wurde der Samstagskaffee eine Samstagscranberryschorle.

Samstagskaffee, Cranberryschorle

Jetzt regnet es mal wieder. Ein guter Grund, um den restlichen Samstag auf dem Sofa zu verbringen. Vielleicht mache ich mir dafür auch noch die Notfallpizza aus dem Gefrierfach warm. 🙂

Ich wünsche euch einen erfolgreicheren Samstag!

Der Samstagskaffee ist eine Aktion von Ninjassieben.

Larissa//No Robots Magazine

Larissa ist die Chefin des No Robots Magazines. Sie ist 32 Jahre alt und lebt mit Mann und Kind in München.

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4 Kommentare

  1. Echt? Du mochtest die Dult nicht? Bist du bis zu den Antiquitätengassen gekommen? Und die „Neuheitengasse“ fandest du nicht witzig? Auf dem Kirchplatz abgehalten erinnert mich die Dult immer an katholischen Ungehorsam. Geschäftiges Treiben um Geschirr und Haushaltsschwämme unter dem Dach der Kirche. So sind die bayerischen Katholiken eben, immer ein Auge auf Geschäft werfen und der Hang zum Praktischen.
    Ich habe dort meinen wirklich wichtigen und genialen Kartoffeltopf gekauft. Er sieht aus, wie zwei Töpfe übereinander, aber in dem unteren füllt man Wasser und in dem oberen kommen die Kartoffeln rein. Der obere hat keinen richtigen Boden, sondern Löcher drin. (Versteht man das jetzt? Keine Ahnung. ) Zumindest ist das eine typische Dult-Errungenschaft.
    Darüber hinaus gibt es dort den Hofphotographen. Bilder, die aussehen als kommen sie aus dem 19. Jahrhundert. Man wird von ihm arrangiert und sieht dann aus wie zu Uromas Zeiten. Der ist zwar auch auf der Wies´n, dort geht er aber meistens unter und ist überrannt.
    Mit meinem Vater geh ich manchmal über eine der Dulten und er erzählt mir jedes Mal, dass er schon als Kind auf dem kleinen Riesenrad gefahren ist.
    Manchmal, wenn man Glück hat, sind Frauen des Vereines „Die schöne Münchnerin“ dort. Die machen Dirndl aus der Jahrhundertwende und stellen altes Handwerk aus. Die haben – nett gemeint, ich bin ein Fan – einen echten Durchschuss. Herrlich. …
    Ich lasse meine Schneiderscheren bei einem der Läden immer schleifen. Man gibt die Schweren ab und kann sie nachher wieder geschliffen und in braunes Papier gepackt abholen. Irgendwann kauf ich mir von dem auch so einen Zahnarztspiegel. Das hat der auch in seiner Auslage liegen.
    Und es gibt den Holzschnitzer, der mir mal Holzbretter ohne dummen eingraviertem Teddybären oder Kindernamen verkauft hat. Nur so abgeschnittene Bretter. Die waren wirklich lange in Gebrauch. Das mit den Ponys, ja, da hast du recht, das stört mich auch. Echt schade, dass du so einen miesen Vormittag dort hattest.

    • Vielleicht sind wir von der falschen Seite reingegangen? Ich hab zwar auch einiges an nettem Handwerk gesehen, aber die Klobürsten und Schwämme hatten eindeutig Überhand. Als wir gegangen sind, habe ich die Antique-Stände gesehen, aber da hatte ich schon keine Lust mehr. 😉 Vielleicht versuche ich es nächstes Jahr noch mal und fangen auf der anderen Seite an. 😉

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