Zu Hause Titel
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Zu Hause bei: No Robots Magazine

Wie der ein oder andere vielleicht mitbekommen hat, bin ich vor gut einem halben Jahr umgezogen. Nun ist die Wohnung endlich so weit „fertig“, dass ich die Tore für euch öffnen kann. Willkommen bei No Robots Magazine!

Ich bin ein Preuße in Bayern und wohne seit fast fünf Jahren in München – erst im Norden, dann in der Mitte und jetzt im Süden der Stadt. Wir haben eine (für Münchener Verhältnisse) große Drei-Zimmer-Wohnung mit zwei Bädern und zwei Balkonen (Luxus, den keiner braucht – eine Abstellkammer wäre mir lieber gewesen). Im Grunde ein Traum, denn es ist beinahe unmöglich, als normales Paar in München eine geräumige, bezahlbare Wohnung zu finden.

Meine Lieblingsecke ist das Sofa: da kann ich dösen, lesen, aus dem Fenster schauen und natürlich Filme gucken. In Pinterest-Wohnungen sind Fernseher meistens entweder nicht vorhanden oder werden gut versteckt. Ich stehe dazu: Ich liebe meinen Fernseher und die Playstation, denn ich liebe Filme. Und: Ja, mit den Geräten kommt auch der Kabelsalat. Das ist ganz natürlich.

Sofa

Sessel

Wie ihr vielleicht wisst, bin ich kein großer Freund von Dekorationen und Chichi. Außerdem wohne ich mit einem Mann zusammen, der Reißaus nehmen würde, wenn ich die Wohnung zu feminin gestalten würde. Die Weihnachtskerze auf dem Wohnzimmertisch ist auch schon alles, was ich saisonal dekoriert habe. Schöne Bilder mag ich dagegen sehr gerne. Vor dem Umzug träumte ich von einer Gallery Wall … die Tatsache, dass unsere Wände aus purem Beton sind, haben dem Traum den Gar aus gemacht. Also habe ich mich auf das Wesentliche konzentriert: ein bisschen Norwegen, ein bisschen Retro, ein bisschen DaWanda-Kunst (ups, ja, das letzte Bild hängt nicht gerade … aber Hauptsache es hängt überhaupt …). In der Ecke hinter dem Esszimmertisch habe ich mir dann doch meine Gallery gegönnt. Danke, Masking Tape!

Retro-Bilder und Kerze

Gallery Wall

Allgemein gilt es wohl als chic, wenn man in seinem Wohnraum tolle große Regale mit jede Menge Kleinigkeiten und Bücher drapiert. Aber seien wir ehrlich: Irgendwo brauchen Bastelkiste, Schuhputzmittel und Bügeleisen auch ihren Platz … und wenn man keine Abstellkammer hat und nur wenig Stauraum im Flur, dann bleibt nur ein geschlossener Schrank im Wohnzimmer. Wir haben – hust hust hust – unser Bücherregal sogar ins Wir-stellen-einfach-mal-alles-rein-und-gucken-dann-später-Arbeitszimmer verbannt und nur die wichtigsten Exemplare durften ins Wohnzimmer einziehen.
Dafür haben wir eine Benno-Wand mit der wachsenden CD-Sammlung. Unsere Prioritäten sind wohl eindeutig verteilt …

Ikea-Regal Benno

Ganz wichtig: Die Lieblingsband ausreichend würdigen.

Kaizers Orchestra Blitzregn

Oh, und da hat sich in der Ecke doch ein wenig Dekokram versteckt: Madame hat sich geweigert, in den Keller zu ziehen, auch wenn der Mann sie hasst.

Chinesische Figur

Auch in der Küche sind die Prioritäten klar: Stereoanlage ist wichtiger als Mikrowelle. Dafür geben wir uns ein klein wenig bayerisch.

Küche
Ich liebe übrigens altes Geschirr. Einziges Problem ist, dass ich für viele Dinge, die eigentlich super schön sind, irgendwie keine Verwendung habe. So wurde die Etagere zum Obstkorb und das alte Milchkännchen zur Gießkanne.

Milchkännchen

Unser Schlafzimmer ist immer noch eine Baustelle (wie kombiniert man fünf verschiedene Holzfarben auf engstem Raum am besten ästhetisch?), das Arbeitszimmer ist eine Katastrophe, die Bäder langweilig – bleibt nur der Flur als letztes Anschauungsobjekt. Unser Flur ist relativ schmal und bietet daher nicht allzu viel Platz. Außerdem war der Planer dieses Hauses so klug, den Telefonanschluss ins Schlafzimmer zu legen (wolltet ihr nicht schon immer mal einen Router neben dem Bett stehen haben?). Also musste eine gute Lösung für Telefonproblem und Organisation her. Ich habe einfach ein altes Bücherbrett weiß und die Stützen golden angemalt und – hurra! hurra! – wir haben es tatsächlich geschafft, es im Flur zu montieren. Dort finden nun Router und Telefon Platz, außerdem wurde eine Ikea-Obstschale als Schlüsselschale umfunktioniert und unsere alte Küchenuhr darf den Takt der Wohnung angeben. Ich bin glücklich. Das ist fast ordentlich.

Flurflur2

An der Wand gegenüber war dafür sogar noch Platz für self-made art.

 

selbst gemaltes Bild

P.S.: Ja, ich habe für die Fotos extra aufgeräumt. Unserer Wohnung sieht man an, dass wir darin leben – aufgeräumt wird ein Mal die Woche beim Putzen.

Larissa//No Robots Magazine

Larissa ist die Chefin des No Robots Magazines. Sie ist 31 Jahre alt und lebt mit Mann und Kind in München.

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